Kategorie: Bewusstsein

Ein Hauch von Ewigkeit

Ein Hauch von Ewigkeit

„ICH BIN“ ist eine sehr oft gehörte und geschriebene Beschreibung eines bestimmten Seins-Zustandes. Eines Zustandes, der das Ich-Wesen in das HIER und JETZT, in den aktuellen Moment rückt, der gerade stattfindet.

Betrachten wir dieses „ICH BIN“ einmal näher.
Jeder Mensch lebt in der Gegenwart. Es geht gar nicht anders, denn niemand kann in der Vergangenheit oder Zukunft leben. Jeder kann nur in diesem kleinen Moment SEIN, der gerade stattfindet, diesen Bruchteil von einer Sekunde.

Menschen, die „scheinbar“ in der Vergangenheit leben, leben nicht wirklich dort, sondern der Verstand hängt noch beim Vergangenen. Oft ist es wie eine immer wiederkehrende Schleife, die diese Menschen zu vergangenen Ereignissen zurückbringt, diese dort verweilen lässt, und wieder ins JETZT verschiebt. Manche bleiben hängen – sowohl in dieser Schleife, wie auch im Vergangenen selbst. Ausschlaggebend ist hier das Ereignis. Die Schleife würde nicht existieren, wenn das Ereignis nicht stattgefunden hätte, bzw. damit noch kein Abschluss gefunden wurde. Doch ist es wirklich das Ereignis selbst, das hier der Antriebsmotor für diese Schleife ist? Sind es nicht vielmehr die Emotionen, die damit verbunden sind. Trauer, Schmerz, Angst, aber auch Freude, Glück und Liebe lassen so manche immer wieder zu jenem Geschehnis zurückkehren mit dem sie die Emotion verbinden.
Den meisten Menschen ist dieser Zusammenhang zwischen Ereignis und Emotion dabei nicht bewusst, da in der Erinnerung des Verstandes die Bilder immer wieder hochkommen, die mit diesem Ereignis verbunden sind. Erst aus diesen Bildern werden bei vielen Menschen die Emotionen wahrnehmbar. Wir sehen also auch hier eine Schleife: Emotion – vergangenes Ereignis – Emotion. Sie ist immer und immer wiederkehrend. Aber wie lange?

Und dann gibt es Menschen, die vor allem in der Zukunft leben. Oft in einem Gewirr von Hoffnungen, Erwartungen und Befürchtungen. „Ich wäre froh wenn…“ – ist ein oft gehörter Anfang, der eine solche Erwartung einleitet. Können wir nicht einfach auch froh sein, wenn dies nicht eintritt? Viele Menschen sind voller Erwartungen und dann enttäuscht wenn diese nicht oder nicht in der Form sich zeigen wie „gehofft“. Dies löst wiederum eine ganze Reihe von Emotionen aus, die bis zur Wut, zum Zorn und zur Aggression führen. Die Emotion aufgrund der nicht erfüllten Erwartung wird zum Auslöser von Aktionen, die sich nicht selten in jene Richtung entfalten von der diese nicht erfüllte Erwartung kommt. Das Resultat ist Ärger, Vertrauenserschütterung, bis hin zur Gewalt, die sich nicht selten entlädt. Eine Schleife, aus der es „scheinbar“ kein Entrinnen gibt. Eine Schleife, die immer und immer wiederkehrt. Aber wie lange?

Wie bereits angedeutet „scheint“ es lediglich so als würden wir ewig in dieser Schleife sein zu müssen. Doch dieser Schein trügt. Denn wir leben nicht in der Vergangenheit und auch nicht in der Zukunft, sondern im JETZT. Dieses JETZT versetzt uns in die Lage Vergangenes und Zukünftiges so sein zu lassen wie und was es ist: Vergangen – Kommend

Wie vorhin geschrieben, sind es die Emotionen, die uns vom JETZT wegbringen. Was wäre wenn wir diese Emotionen auflösen, sie wegfallen würden? Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: Die Schleife würde aufhören zu rotieren. Dann gibt es so etwas wie Vergangenheit und Zukunft nicht mehr, da alles im JETZT ist.

Wie kann das sein? Vergangenheit gibt es ja trotzdem noch. In einer rein linearen, zeitlichen Abfolge, ist das auch so. Wenn wir hier einen Kalender zur Hand nehmen, dann wissen wir, dass dieses oder jenes vor einem Jahr, vor Tagen oder gerade vor wenigen Minuten stattgefunden hat.
Wenn jedoch die emotionale Verbindung dazu nicht mehr da ist, dann bekommen wir automatisch eine ganz andere Sichtweise auf das Ereignis. Es stellt sich für uns völlig anders dar. Und damit haben wir – für uns selbst – ein vergangenes Ereignis im JETZT verändert.

Es ist so als hätte es gerade stattgefunden. Als es stattfand, linear gesehen, hatten wir vielleicht auch die Möglichkeit es zu verändern – oder auch nicht. Durch den Wegfall der Emotion verändern wir das Ereignis fast von selbst. Denn nicht das Ereignis verändert sich, sondern unsere Betrachtungsweise darauf. Es „fühlt“ sich plötzlich anders an. Vielleicht können wir dadurch auch leichter und besser damit umgehen, da wir das Ereignis so annehmen können wie es ist. Genau durch dieses Annehmen so wie es IST, steigen wir aus dieser Schleife aus. Wir haben die Vergangenheit mit dem JETZT in Einklang gebracht.

Und wie sieht das mit der Zukunft aus?
Es gibt doch so viele Ereignisse, die noch nicht stattgefunden haben, die irgendwo auf einem Terminkalender stehen. Ja – dort stehen sie. Papier ist geduldig.
Wir wissen nicht was uns das Ereignis bringt, wie es ablaufen wird, was geschehen oder nicht geschehen wird. Es ist lediglich etwas, das wir aus unserem planerischen Denken geboren haben und irgendwo eingetragen.
Und dann geht es auch schon los mit den ganzen Erwartungen, oft Ängsten und Befürchtungen. Diese machen uns nervös, Zweifel kommen auf, Befürchtungen werden zu handfesten Angstzuständen. Oft folgen dann auch körperliche Reaktionen wie Schweißausbruch, Kältegefühl, Bluthochdruck, Unkonzentriertheit, Gereiztheit, usw.
Dies alles löst sich in dem Moment auf in dem wir nichts erwarten. Das fällt allerdings den meisten sehr schwer. Nicht zu erwarten bedeutet alles so nehmen – annehmen – zu können wie es ist. Wie es IST? Ja – wie es IST!
Die Zukunft wird Stück für Stück zum JETZT. Jede neue Sekunde ist wieder JETZT. Und in diesem JETZT zeigt sich die vorherige Zukunft wie sie tatsächlich IST. Genau in diesem Moment haben wir die Möglichkeit dies so anzunehmen. Genau gesagt steht sie uns auch vorher nicht zur Verfügung, da wir nicht wissen wie sich uns die Zukunft präsentiert. Wir wissen es erst wenn sie zum JETZT geworden ist.

Vergangenheit <-> Gegenwart <-> Zukunft – alles verschmilzt in diesen JETZT-Moment. Er ist der einzige, der von uns wahrgenommen werden kann, angenommen werden kann, mit dem wir bewusst etwas anfangen können.
Alles wird dadurch das Eine, das im JETZT stattfindet – in dem alles IST – in dem ICH BIN.

…Und dieser Moment ist ewig…

Botschaft unseres Bruders Baum

Botschaft unseres Bruders Baum

Heute am 13.06.2009 ging ich am frühen Nachmittag mit meinem Sohn Andreas (4 Jahre) im Wald spazieren. Da verspürte ich den Wunsch einen Baum zu umarmen, und so sagte ich zu Andreas: „Wir könnten ein Baum umarmen. Machen wir das?“ Er sagte: „Ja.“ Ich sagte zu ihm: „Such du einen Baum aus den wir gemeinsam umarmen.“ Er ging zu einer großen Fichte und meinte: „Der möchte umarmt werden.“ Also lehnten wir uns an die Fichte und umarmten ihn, schlossen beide die Augen, und ich sagte: „Wenn wir genau hinhören, dann hören wir was der Baum uns sagt. Hörst du was er sagt Andreas?“ Andreas antwortete: „Ja. Er sagt, dass es ihm gut geht.“ Ich bat den Baum dann seine Kraft und Energie durch uns fließen zu lassen. Dabei spürte ich wie ein unendliches Gefühl des Friedens und der Liebe durch meinen Körper strömte. Ich sah die Augen von Andreas, die mir entgegen leuchteten. Ein Strahlen, das mir Tränen des Glücks über meine Wangen kollern ließ. Während des ganzen restlichen Tages, bis jetzt, spüre ich die Energie dieses Baumes. Doch nicht nur das, sondern es ist eine Botschaft in mir, die er mir mitgegeben hat. Und so schreibe ich diese Botschaft nun nieder. Schreibe sie nieder für die Menschen. Die Botschaft unseres Bruders Baum.

Geliebte Menschenwesen, ich freue mich sehr, dass ihr euch an mich schmiegt und mich umarmt. Ach, wie ich das liebe. Es tut so gut zu spüren, dass ihr uns ehrt und uns um unsere Kraft bittet. Ja wir, also alle Bäume, nicht nur ich, lieben die Menschen. Ihr mögt es vielleicht als bedingungslose Liebe bezeichnen – für uns ist es ganz natürlich alle menschlichen Wesen zu lieben, obwohl ihr uns viel Leid zugefügt habt. Manchmal frage ich mich WARUM ihr uns all dies angetan habt und noch immer tut. WARUM verpestet ihr den Boden unserer gemeinsamen Mutter Erde aus dem wir unsere Nahrung beziehen? WARUM verpestet ihr die Luft, die ihr doch selbst so sehr zum Atmen braucht? WARUM?
Ja, und trotzdem lieben wir euch. Seht ihr, wir haben uns bereit erklärt für euch da zu sein, euch zu dienen. Ganz egal was ihr mit uns und aus uns macht – wir sind für euch da. Wir geben euch unser Holz für eure Bauten und eure Möbel und damit ihr es warm habt. Wir reinigen die Luft damit ihr wieder atmen könnt. Wir speichern das Wasser im Boden damit es aus einer Quelle sprudeln kann und ihr zu trinken habt.
Und was tut ihr? Ihr verpestet weiter den Boden und die Luft. Vergiftet unsere Nahrung, die aus dem Boden kommt. Ja, und trotzdem lieben wir euch. So wie wir alle Wesen lieben. Seht, wir geben den Tieren Schutz. Viele kleine Tiere krabbeln auf uns herum, Vögel halten Rast in unseren Ästen und die Tiere des Bodens schmiegen sich an uns wenn sie Schutz und Ruhe suchen.
Ja, wir lieben euch. Denn alles in uns ist Eins mit dem das ihr den Schöpfer nennt. Unsere Wurzeln ragen tief in die Erde, die uns halt gibt. Unsere Stämme ragen weit hinaus, der Sonne entgegen und unsere Äste strecken sich nach dem Licht. So sind wir mit allem verbunden. Egal ob mit den Tieren, den Pflanzen, den Menschen, Mutter Erde oder dem Himmel – es gibt nichts womit wir nicht verbunden sind.
Du magst mich alt nennen. Doch ich sage dir, dass ich während der langen Jahre die ich hier stehe nur an Erfahrung gewonnen habe, an Kraft. Sieh nur wie ich mich in den Himmel strecke. Spüre wie durch meine Adern das Blut des Lebens fließt. Fühle die Kraft die in mir ist. Viele Stürme habe ich erlebt, habe gewankt und bin nicht gefallen.
Als ich noch ein ganz kleiner, junger Baum war, da habt ihr Menschen einen Sturm erlebt. Panzer und Soldaten sind durch den Wald gezogen, haben viele meiner Brüder niedergetrampelt und viele sah ich sterben. Doch ich durfte weiterleben. Auch diesen Sturm habe ich überstanden, so wie die Stürme die fast jedes Jahr unsere Häupter zerzausen. Siehst du meine Kraft geliebter Mensch? Spürst du sie?
Ach, wie sehr wünsche ich mir einmal, nur einmal, einen Menschen umarmen zu können – so wie ihre beide es gerade tut. Nun, da meine Arme, meine Äste, so weit vom Erdboden entfernt sind wird das wohl ein Traum bleiben. Und so freue ich mich umso mehr, dass ich euch mit meiner Liebe und meiner Kraft umarmen kann. Und nun, da ihr euch an mich schmiegt weiß ich auch WARUM wir Bäume, trotz allem was ihr uns und Mutter Erde schon angetan habt, euch so sehr lieben. Genau deshalb – wegen dieser Umarmung, die ihr mir gerade schenkt. Und so sage ich euch, dass etwas Besonderes gerade auf der Erde und im Himmel geschieht. Hast du gesehen wie klar die Luft in letzter Zeit war? Hast du gespürt wie sich die Sonnenstrahlen jetzt anfühlen? Hast du bemerkt wie der Regen alles scheinbar noch schneller zum Wachsen bringt und die Wiesen in sattem Grün erstrahlen lässt?
Nun geliebtes menschliches Wesen, ihr seit nun bereit euch wieder bewusst in die
Einheit der Schöpfung zu begeben. Versteht bitte dass ihr Teil der Natur, Teil der Schöpfung seid. Immer ward ihr mit uns gemeinsam auf dieser Erde. Immer waren wir miteinander verbunden – ob ihr es nun gespürt habt oder nicht. Oh ja, wir haben diese Einheit immer gespürt. Und jetzt tut ihr es wieder, jetzt spürt ihr diese Einheit wieder. Fühlst du sie? Kannst du den Fluss des Lebens spüren wie er durch dich fließt?
Ach weißt du wie wir das lieben wenn ihr uns umarmt? Wir wünschen uns so sehr, dass alle Menschen uns umarmen. Wir geben so gerne unsere Kraft an euch weiter, denn wir lieben euch so sehr. Wie viel liebevoller wäre diese Welt wenn alle sich umarmen würden.

Nun geht wieder eurer Wege geliebte Menschenkinder und erzählt von dieser Begegnung und von unserem Wunsch, von unserer Liebe zu euch und zu all der wunderschönen Schöpfung. Genießt sie, genießt euch, genießt das Sein.

Aspekte des wirtschaftlichen Wachstums

Aspekte des wirtschaftlichen Wachstums

Die heutige Wirtschaft definiert sich über die Konjunktur – also das Wachstum, bzw. die Schwankungen des Bruttoinlandsprodukts. Dieses Bruttoinlandsprodukt definiert sich aus der Summe der Werte aller Güter (Waren und Dienstleistungen). Jedes Land ist bestrebt die Konjunktur zu erhöhen, das Wachstum zu steigern, und damit mehr und mehr Produkte herzustellen, bzw. Dienstleistungen zu lukrieren. Diese Vorgangsweise hat mehrere wesentliche Aspekte:

Der Konsum

Die Produkte und Dienstleistungen, die produziert werden, müssen an den Mann / an die Frau gebracht werden. Um dieses Ziel zu erreichen muss ein ständiges Gefühl des Mangels bei den Menschen erzeugt werden. Jeder Mensch muss ständig das Gefühl haben von diesem oder jenem zu wenig zu besitzen. Es wird – durch die Werbung – ständig suggeriert, dass wir dieses oder jenes brauchen. Es werden somit Begehrlichkeiten geweckt für die der Mensch bereit ist mehr zu arbeiten, damit er mehr verdient und es sich dann leisten kann. Ein nicht leisten können weckt somit das Gefühl von Mangel. Jahrzehntelang hat dieses Prinzip funktioniert. Uns wurde ständig eingetrichtert, dass wir dies und das brauchen, und so haben wir dahin gearbeitet bis wir es uns leisten konnten, oder haben Kredite aufgenommen, damit wir es früher anschaffen kommen. Wir haben uns somit an der Zukunft bedient. Die Regierungen – als Handlanger der Wirtschaftsmächte – versuchen weiterhin diesen Kurs beizubehalten und reden ständig darüber, dass die Wirtschaft dann wieder ins laufen kommt sobald der private Konsum wieder anspringt – die Leute wieder haben wollen was man ihnen vorsetzt. Dieses System führt sich selbst ad absurdum. Denn es begreift nicht, dass der Punkt erreicht ist, da die Menschen nicht mehr alles kaufen wollen oder können. Das „nicht mehr kaufen wollen“ kann einerseits aus einem Gefühl der Sättigung entstehen, und andererseits aus einem Gefühl der Zufriedenheit.

Wenn wir mit dem zufrieden sind was wir haben, so brauchen wir nicht alles zu kaufen was uns eingeredet wird. Zufriedenheit lässt uns das Gefühl des Mangels überwinden. Zufrieden mit dem zu sein was man hat erzeugt vielmehr ein Gefühl der Fülle. Und Fülle ist ja das Gegenteil von Mangel.

Die Ressourcen

Immer mehr zu produzieren bedeutet aber auch, dass immer mehr Ressourcen verwendet werden müssen um diese Produkte zu erzeugen. Alle verwendeten Ressourcen kommen aus und von der Erde selbst. Die Erde wurde lange Zeit als unerschöpfliche Quelle aller Ressourcen angesehen – und das obwohl es immer wieder heißt, dass zum Beispiel die Vorräte an Erdöl und Kohle zu Ende gehen. Nichtsdestotrotz werden weiterhin unvermindert – oder so gar noch in gesteigertem Maße – alle Ressourcen abgebaut, die uns unser Planet zur Verfügung stellt – ob freiwillig oder unfreiwillig.

Alle Ressourcen werden entweder direkt – als Produkte – an den Konsumenten gebracht, oder es werden damit Maschinen erzeugt, die wiederum ihrerseits Produkte für den Konsumenten erzeugen. Immer ist die Quelle die Erde. Wir bauen somit die Erde ab. Das ist so als würden wir den Ast absägen auf dem wir sitzen. Und genau das tun wir seit Jahrzehnten. Durch eine Wirtschaft, die sich nur über Wachstum definiert, müssen immer mehr und mehr Anteile unseres Planeten zu Produkten verarbeitet werden. Um eine weitere Analogie zu verwenden: Das ist dann so als würde der Eisbär die Eisscholle auf der er sitzt weglutschen.

Gewinner und Verlierer

Wenn jedes Land auf der Erde ihr Wachstum, also ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP), immer mehr steigern „muss“, so hat dies gravierende Auswirkungen. Zum einen würde, wenn tatsächlich das Wachstum in allen Ländern steigen würde, unser Planet immer kleiner und kleiner werden, da alles verarbeitet werden müsste um die entsprechende Menge an Gütern zu produzieren. In diesem Fall ist die Erde der Verlierer – und der Mensch selbst weil er sich seiner Lebensgrundlagen beraubt.

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit wie zumindest ein Teil der Länder ihr Wachstum steigern können.

Da die Ressourcen gar nicht schnell genug abgebaut werden können und konnten, bediente man sich – und tut dies nach wie vor – einer anderen Methode. Man nimmt einfach dem anderen – einem anderen Land – etwas weg und gelangt dadurch wieder zu Rohstoffen, die man glaubt selbst zu benötigen. Diesem anderen Land, dem es weggenommen wurde, steht es somit nicht mehr zur Verfügung und bedient sich der gleichen Methoden um wieder an Rohstoffe zu gelangen. Sie haben es ja von den „Großen“ so gelernt. Somit sind diese Großen die scheinbaren Gewinner – denen etwas weggenommen wurde sind in jedem Fall die Verlierer. Scheinbare Gewinner deshalb, weil dieser Gewinn ein sehr kurzfristiger ist und immer durch den Einsatz von Geld oder durch Krieg herbeigeführt wird. Etwas zu kaufen kostet Geld – und Krieg kostet Geld, oft viel mehr als die Rohstoffe an Erlösen bringen. Doch dies wird überall gekonnt verschleiert, da die Kriegsausgaben nicht marktwirtschaftlich relevant sind – also nicht in das Bruttoinlandsprodukt mit hineingerechnet werden. Jedoch werden Waffenproduktion, Waffenverkäufe und Waffeneinkäufe sehr wohl hineingerechnet, da es sich hier um Güter handelt und somit wieder BIP-relevant sind. Somit führt Krieg dazu, dass mehr Waffen produziert werden da mehr gebraucht werden. Dies wirkt sich positiv auf das BIP aus. Andererseits werden Kriegsausgaben nicht hineingerechnet – was sich wiederum günstig auf das BIP auswirkt. Dies ist auch einer der Gründe warum von so manchen Ländern Krieg als Mittel zur Wirtschaftsankurbelung gesehen wird. Ein fataler Irrtum wie ich meine – und ein Selbstbetrug obendrein.

Das Fazit

All diese Beispiele zeigen, dass immer der Mensch selbst der Verlierer ist – und die Erde obendrein. Die einzige Möglichkeit um aus dieser Spirale auszusteigen ist eine völlig neue Definition von Wachstum.

Wie wäre es wenn wir uns darüber definieren:

– Bewusstseinswachstum
– Erkenntniswachstum
– Wissenswachstum
– spirituelles Wachstum
– die Entwicklung des Menschen als Wachstumsfaktor

und / oder auch über die Zufriedenheit der Bevölkerung eines Landes.

Wie wäre es wenn wir die Ausgewogenheit der Faktoren „Orientierung“, „Innovation“ und „Produktivität“ als Maßstab für unsere Entwicklung ansehen würden? (Derzeit definieren wir uns ja praktisch nur durch die Produktivität.)

Das gleichmäßige, das ausbalancierte, Zusammenspiel von persönlicher Entwicklung, Ideen und Umsetzung dieser Ideen gibt uns die Möglichkeit aus der Spirale auszusteigen. Dies bringt uns zu einer ganzheitlichen Sicht von allem – und vor allem von uns selbst.

Wir selbst sind Teil dieses Motors, der gerade gewaltig am Stottern ist. Und wir selbst haben auch die Möglichkeit und die Fähigkeit einen völlig neuen Motor zu bauen. Einen Motor, der die Ressourcen, den Planeten Erde, den Menschen und Alles-Was-Ist ehrt.

Die nächste Welle

Die nächste Welle

Es ist Zeit das Folgende niederzuschreiben, da es jetzt – in diesem Augenblick – klar und deutlich „da“ ist. So wie alles zur rechten Zeit kommt, so gilt dies umsomehr auch für Gedanken, die sich nicht wie Gedanken anfühlen, sondern weil die Worte einfach präsent sind. Von wo immer sie auch kommen, aus meinem Inneren oder von einer Quelle im Außen, sie fühlen sich richtig an.

Die nächste Welle des Erwachens

Die Menschheit tritt in die nächste Welle des Erwachens, des Aufstiegs ein. Mensch, du gingst durch viele dieser Wellen und deren Wellentäler. Mal warst du am Wellenkamm und dann wieder unten. So fühltest du dich und tust es immer noch. Doch diese Wellen haben sich im Laufe der Zeit verändert. Sie waren biologisch, waren mental, waren emotional geprägt in ihren Wirkungsweisen.

Eines hatten sie jedoch gemeinsam: Veränderung und Neubeginn.

Und immer wieder ebbten diese Wellen ab, hatten ruhige, beruhigende Phasen – und um bei der Metapher Meer“ zu bleiben – manche verliefen im Sand, so wie eine Welle am Sandstrand an Kraft verliert, ausläuft und sich zurückzieht um einen neuen, den nächsten Anlauf zu nehmen.

Eintritt in eine neue Phase

In diesen Tagen des Monats August 2013 der irdischen Zeitrechnung tritt die Menschheit in eine neue Phase, eine neue Welle ein. Diese Welle wird eine der bedeutendsten in der gesamten Geschichte der Entwicklung – der Entwicklung der Menschheit genauso wie der Entwicklung der Erde und aller Planeten dieses Sonnensystems. Ja, selbst bis hin zum gesamten Universum und den Universen.

Denn diese kommende Welle wird nicht mehr abebben. Sie bleibt kontinuierlich auf hohem Niveau bestehen. Jene die bereit sind ihre Surfbretter auf dieser Welle zu halten werden am Wellenkamm bleiben.

Von oben hat man den besten Blick über all das, das sich ringsum ereignet, ohne selbst in die Umstände oder auch in die Dramen verwickelt zu sein.

Zugegeben, es ist ein Ritt auf diesem Wellenkamm der herausfordernd ist, der Kraft kostet und vielleicht sogar den Gedanken aufkommen läßt, den einfachen Weg zu nehmen, sich an den Strand treiben zu lassen und zu gehen.

Ihr habt die Kraft oben zu bleiben

Wisset, dass ihr die Kraft habt oben zu bleiben. Vertraut euch, vertraut eurer eigenen Kraft. Sie ist immer da und hat euch soweit gebracht wie ihr jetzt seid. Die Kraft der Quelle“ ist ein schöner Ausdruck für diese Kraft die den Menschen innewohnt. Und genau das ist es auch.

Jeder von euch hat diese Kraft, weil jeder aus der Quelle ist und Quelle selbst ist.

Damit jeder also auch die Kraft der Quelle in sich trägt. Das Vertrauen, die Kraft auch für sich selbst nutzen zu können, ist ein Lernprozess durch den viele gegangen sind.

Der Leuchtturm

Ihr bleibt auf dieser Welle auch noch aus einem anderen Grund. Der Grund sind die Mitmenschen, die Menschen um euch herum, die Suchende sind – suchend nach Orientierung und Hilfe. Wenn ihr oben am Wellenkamm seid, dann werdet ihr gesehen, gesehen, wie ein Leuchtturm, der den Schiffen den Weg zum sicheren Hafen leitet.

Wellensystem

Wenn die Wellen um euch herum immer wieder einstürzen, in sich zusammenfallen, so ist dies symbolisch für die Systeme zu sehen, die über viele Jahrhunderte von Menschen aufgebaut wurden.

Sie alle können der Welle die nun kommt nicht standhalten. Denn diese wird erst verebben wenn die Implosion der alten Systeme auch im Außen – also für alle offensichtlich – vollzogen ist. Wenn das Licht auch den letzten Schatten durchdrungen hat, dann seid ihr bereits wieder auf einer anderen Welle. Auf der Welle des Erschaffens. Die neuen Konzepte stehen bereit umgesetzt zu werden.

Viele von euch reiten gleichzeitig auf beiden Wellen, sowohl auf jener, die die alten Systeme hinwegfegt, wie auch auf der aufbauenden. Andere wiederum sind bereits auf dieser schöpferischen Welle.

Es braucht immer alle drei Phasen:
Die Beendigung des Alten, den Übergang zum Neuen und den Beginn des Neuen.

Diese drei Phasen rücken immer weiter zusammen, sodass es oft wie ein direkter Übergang aussieht, oder diese Übergangsphase überhaupt fehlen würde. Wie viele schon gemerkt haben wurde diese Übergangsphase immer kürzer. Oder, um es anders zu sagen: „Es spitzt sich zu.“

Ihr habt alles mit bekommen, das ihr für diese Zeit braucht und alles ist da wenn ihr es braucht. Sei es Wissen, seien es die Fähigkeiten oder die Werkzeuge – alles ist an seinem Platz in euch und um euch – so wie ihr selbst an jenem Platz seid, der für euch und für diese Zeit der richtige ist.

Zu vielem dieses Wissens und der Fähigkeiten habt ihr noch keinen Zugang. Die Ereignisse selbst werden der Schlüssel dafür sein.

Ihr werdet immer das Wissen haben, das ihr gerade braucht.

Ihr werdet die Fähigkeiten haben, die benötigt werden. Und die Werkzeuge werden da sein sobald ihr sie braucht. Manches ist bereits bei euch und ihr wißt noch nicht, warum es bei euch ist. Nun, ihr werdet es bald erfahren. Plötzlich werdet ihr wissen warum es bei euch ist. Denn ihr werdet immer genau an das Denken, das ihr gerade braucht. Genau dann wird es euch „in den Sinn“ kommen.

Ihr werdet jede Hilfe haben, die ihr braucht. So viele Wesen sind sozusagen „in den Startlöchern“ um euch zu unterstützen. Sie werden euch helfen auf dem Surfbrett zu bleiben. Sie werden euch bei euren Aufgaben helfen – noch mehr als sie es jetzt bereits tun. Denn es ist für alle Wesen eine herausfordernde Zeit. So wie es für die Menschen ist, ist es für das gesamte Universum. Es ist immer so: wie im Kleinen so im Großen.

Und es gibt noch etwas, dass euch und uns die Kraft verleit. Es ist die Liebe – die Liebe zu allem, die ebenfalls euch und uns innewohnt. Genauer gesagt gibt es nicht uns und euch.

Denn auch wir sind Eins, da wir aus der gleichen Quelle kommen und somit Quelle sind. Das Wort „Liebe“, in welcher Sprache auch immer gesprochen, ist das einzige Wort, das in der gesamten Schöpfung die gleiche Schwingung hat, von allen verstanden wird, überall die gleiche Bedeutung hat. Nicht das gesprochen Wort „Liebe“ sondern das Gefühlte.

Gemeinsam gingen wir durch die Zeiten – gemeinsam gehen wir auch jetzt. Denn wir alle sind Eins, von derselben Quelle. Von der Quelle, die zum Fluß wird, der ins Meer fließt und dort die Wellen formt.

Die parteilose Gesellschaft

Die parteilose Gesellschaft

Die Parteien

Im Folgenden beschäftige ich mich mit der Frage wie und ob eine parteilose Gesellschaft funktionieren kann. Dazu ist es wichtig zuerst mal zu betrachten warum es Parteien gibt und zu welchem Zweck diese entstanden sind.

Parteien sind, oder besser gesagt waren, Interessensvertretungen. Sie sollten die Interessen des Volkes auf höherer Ebene vertreten, so daß Wünsche, Forderungen, des Volkes durchgesetzt werden können. Dies war vor allem in autoritären Systemen, wie der Monarchie, wichtig.

Autoritäre Systeme fällten ihre Entscheidungen immer – oder fast immer – ohne dafür die Zustimmung des Volkes einzuholen. Die Parteien, und daraus die gewählten Volksvertreter, sollten nun – wie der Name schon sagt – das Volk vertreten um so eine Mitsprache bei den Entscheidungen der jeweiligen Regierung zu erlangen.

Im Laufe der Zeit wandelte sich das Bild der Parteien dramatisch. Sie wurden zum Machtfaktor. Jede Partei versuchte – und tut dies heute mehr den je – Macht zu erlangen und an dieser so lange wie möglich fest zu halten. Dabei spielen die Interessen des Volkes schon lange keine Rolle mehr. Es geht nur mehr darum selbst immer mehr Macht einzuheimsen. Sie sind also an die Stelle der autoritären Regierungen getreten und üben ihre Macht aus ohne das Volk wirklich zu vertreten.

Sie sind zwar gewählt doch schon lange keine Volksvertreter mehr.

Wenn man sich die heutige Parteienlandschaft, in Österreich oder in jedem beliebigen Land, ansieht,

so zeigt sich überall das gleich Bild. Parteien sind Gruppierungen, die zum Ziel haben die Macht in einem Land zu erreichen um diese dann ausüben zu können. Die (Pseudo-)Legitimation dazu holen sie sich über Wahlen. Dem Volk wird dieses und jenes Versprochen um zu suggerieren, daß sie die Interessen des Volkes wahrnehmen und – sobald sie an der Regierung, an der Macht sind – diese auch durchsetzen und umsetzen. Sobald die Macht aber erlangt ist, werden nur mehr Maßnahmen gesetzt um diese Macht zu erhalten, sie zu verteidigen, sie weiter auszubauen. Die Versprechen sind längst vergessen.

„Die Macht geht vom Volke aus“ ist der Grundsatz jeder Demokratie. Derzeit geht die Macht einzig und alleine von den Mächtigen aus. Wahlen haben da nur mehr den Zweck an die Macht zu kommen.

Wir leben also längst in keiner Demokratie mehr, sondern in einem autoritären Konstrukt, in dem die Macht einer Gruppe und die Macht einzelner Personen die Triebfeder jedes Handelns und jeder Entscheidung ist. Das Volk – ob es will oder nicht – hat es zu akzeptieren. Diese Akzeptanz ist gerade auch bei uns in Österreich sehr groß – oder besser gesagt die Ignoranz.

Wenn wir dies betrachten, dann wird auch schnell klar warum es ein sehr hohes Maß an Politikverdrossenheit gibt. Der Großteil der Bevölkerung interessiert sich nicht (mehr) für Politik, ignoriert diese. Ich behaupte, daß dies ein von den Mächtigen gewolltes und bewußt initiiertes Szenario ist. Denn je weniger sich das Volk für Politik, und damit für das was Politiker tun, interessieren, desto mehr haben diese die Möglichkeit nach ihren Gutdünken zu schalten und walten.

Dieses ignorieren dessen was die Mächtigen tun führt dazu, daß dies wiederum als Legitimation dafür angesehen wird, daß sie getroffene Entscheidungen nicht rechtfertigen müssen. Vor wem auch – es interessiert ja eh keinen.

Das ganze Szenario betrachtend haben wir es also mit einer Spirale von Macht – Pseudo-Legitimation – Ignoranz zu tun. Je stärker das Nicht-Interesse an Politik, desto größer die Macht der Regierenden, die sich jedoch immer darauf ausreden können, daß sie vom Volk dazu legitimiert – also gewählt – wurden.

Die Volksvertreter

Gerade in einer Demokratie, das Wort stammt übrigens aus dem antiken Griechenland und bedeutet so viel wie „Volksherrschaft“, ist die Frage unerläßlich gegenüber wem das Volk durch die Volksvertreter vertreten werden soll. Sobald eine Partei die Macht inne hat kann sie die Interessen des Volkes nur mehr gegenüber sich selbst vertreten – was alleine schon absurd ist.

Parteien sind also keine Volksvertretungen mehr, sondern eine Mächte-System. Das demokratische System, wie wir es in den meisten Ländern der Erde finden, ist somit ein System, das so nicht (mehr) funktionieren kann. Die an der Macht befindlichen Volksvertreter können – und das ist geradezu logisch – die Interessen des Volkes nicht mehr gegenüber den Mächtigen vertreten, da sie ja selbst die Mächtigen sind.

Das Volk gibt also bei den Wahlen, bewußt oder unbewußt, die Macht – die Eigenmacht – ab. Somit ist das Wort „Demokratie“ für unsere Regierungssysteme nicht mehr anwendbar,  ja sogar grundlegend falsch und irreführend. Das Volk hat keine Herrschaft mehr über das was im eigenen Land passiert – ja nicht einmal mehr über sich selbst.

Bleiben wir noch etwas bei den Volksvertretern. Da sie, wie oben bereits erwähnt, das Volk nicht mehr vertreten können stellt sich die Frage, wen und was sie vertreten. Es bleiben lediglich zwei Möglichkeiten: 1. Sie vertreten sich selbst und ihre eigenen Interessen und/oder 2. Sie vertreten die Interessen jener die tatsächlich die Hebel in der Hand haben.

Um die eigenen Interessen zu vertreten, und diese auch durchzusetzen, bedarf es einer erheblichen Machtstellung innerhalb der Gesellschaft – des Gefüges – in der/dem sie sich befinden. Sie stoßen dabei jedoch immer wieder an die Grenzen des Durchsetzbaren. Diese Grenzen werden von jenen definiert, die in der Hierarchie, in Einfluß und Macht, höher stehen als sie selbst. Somit können nur jene, die ganz oben auf der Leiter stehen, wirklich ihre eigenen Interessen vertreten.

Damit kommen wir auch schon zum zweiten Punkt. Sobald es um „übergeordnete Interessen“ geht haben die Volksvertreter diese zu vertreten. Wir können dies sehr leicht am Beispiel der EU erkennen. Die einzelnen Regierungen haben das zu vertreten was die EU vorgibt. Die Volksvertreter der einzelnen Länder haben dies zu übernehmen und dem Volk zu verklickern.

Ich bin mir allerdings sicher, daß auch die EU selbst lediglich die Interessen von Machtkreisen vertritt, die in der Wirtschaft, Finanz und Militär, zu finden sind.

Das Blatt hat sich – nein, wurde – also gewendet. Die Volksvertreter vertreten nicht mehr die Interessen des Volkes, sondern die Interessen gegenüber dem Volk. Dabei wird ihnen das Gefühl vermittelt, daß sie selbst Macht hätten und diese ausüben könnten. In Wahrheit sind sie Handlanger der im Hintergrund Agierenden wirklich Mächtigen dieser Welt.

Abschließend sei noch eines gesagt: Ich will hier keineswegs alle Volksvertreter und Mitarbeiter in den Gemeinden und Parteien über einen Kamm scheren. Viele, speziell in kleineren Landgemeinden, nehmen die Anliegen ihrer Mitbewohner sehr ernst und vertreten tatsächlich deren Interessen in den Gemeindestuben, bei den Gemeinderatssitzungen.  Ob sie jedoch damit durchkommen hängt immer wieder davon ab, ob die Partei, der sie angehören die Mehrheit hat.

Politik und politische Entscheidungen hängen immer davon ab wer die jeweilige Idee oder die jeweilige Gesetzesvorlage einbringt. Wie gut eine solche auch immer von der Opposition sein mag, sie wird keine Chance haben verwirklicht zu werden. „Mit den Stimmen der Regierungsparteien“ wird jeglicher Versuch abgeschmettert. Dies ist auch der Grund warum jede Partei versucht an die Macht zu kommen: Um ihre Interessen zu vertreten.

Eine neue Gesellschaft

Die Frage, die sich nun stellt, ist: Brauchen wir überhaupt noch Volksvertreter und Parteien?

Eine Antwort darauf soll jede Leserin / jeder Leser selbst in sich suchen. Wie ich dies sehe und was meine Vision dazu ist, beschreibe ich im nun folgenden Teil dieses Artikels. Er mag Hilfestellung sein bei der Antwortfindung. Er mag befremdlich sein in seiner Ausprägung. Er mag ein Gefühl des „nicht vorstellen könnens“ auslösen. Und dennoch: Er ist der Versuch ein Szenario zu beschreiben, das durchaus im Rahmen des Denkbaren ist – für mich jedenfalls.

Stellen Sie sich vor es gibt keine Regierungen, keine Parteien, ja nicht einmal Staatsgrenzen.

Unvorstellbar ? Würde Chaos ausbrechen ? Würde alles in Anarchie untergehen ? Oder würde es vielmehr Freiheit für alle Menschen bedeuten ? Freiheit in Selbstermächtigung und Selbstverantwortung zu leben. Dies ist der Ansatz von dem ich ausgehe.

Die Grundvoraussetzung dafür ist, daß wir die Macht, die wir abgegeben haben, wieder zurückholen.

Wenn wir uns selbst wieder ermächtigen unser Leben in die Hand zu nehmen, so haben wir den ersten – und wohl wichtigsten – Schritt getan. Dies geht Hand in Hand mit der Übernahme der Eigenverantwortung. Die Macht alleine wieder an sich zu nehmen ist zu wenig. Erst der verantwortungsvolle Umgang mit dieser Macht ermöglicht es so zu handeln, daß weder wir uns selbst noch unsere Mitmenschen schaden. Der achtsame Umgang mit uns, mit den Mitmenschen, mit der Natur, und allen das uns zur Verfügung steht, befähigt uns, daß wir zum Wohle Aller agieren.

Es stellt somit die Basis einer freien und offenen Gesellschaft dar.

In diese Gesellschaft / dieser Gemeinschaft können sich alle nach ihren Interessen, Geschicken und Möglichkeiten, einbringen. Jede / Jeder kann irgend etwas, macht irgend etwas, weiß irgend etwas, das der gesamten Gemeinschaft von Nutzen ist und stellt dieses allen zur Verfügung.

Denken Sie jetzt mal darüber nach was Sie selbst hier beitragen könnten. Beachten Sie bitte, daß es nur dann allen – also auch Ihnen – dienlich ist, wenn es Ihnen Freude macht jenes mit anderen zu teilen und/oder zur Verfügung zu stellen. Dies können materielle Güter genauso sein wie Dienstleistungen oder die eigene Arbeitskraft. Den Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt.

Nun stellen Sie sich bitte vor, daß es in Ihrer Gemeinde keinen Bürgermeister, keine Gemeinderäte, keine Gemeindearbeiter gibt. Würde in Ihrer Gemeinde das Chaos ausbrechen ? Oder würden die Menschen die Eigeninitiative ergreifen und jene Arbeiten und Tätigkeiten durchführen, die erforderlich sind, damit die Straßen erhalten und gepflegt werden, die Schneeräumung durchgeführt wird, die Kanalisation funktioniert, die Straßenbeleuchtung sich pünktlich bei Einbruch der Nacht einschaltet, usw. ?

In all den Bereichen, die dem Wohle Aller dienen, können auch alle mithelfen. Wie gesagt: Jede / Jeder in dem Maße und bei jenen Tätigkeiten die einem jeweils Spaß machen.

Es werden sich dadurch Gruppen bilden, die sich um Kultur, um Sport, um Wirtschaft, um alle Bereiche des öffentlichen Lebens, kümmern – aus der Freude an solchen Projekten mitzuarbeiten und sich und die eigenen Ideen dort einzubringen. Die Entscheidungsfindung was umgesetzt wird erfolgt zwar in der Gruppe, jedoch werden die Interessen der Bevölkerung mit berücksichtigt. Alle haben die Möglichkeit sich zu den Vorhaben zu äußern. Ob sie dies dann auch tatsächlich tun oder nicht liegt in der Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen.

Es mag etwas verwirrend sein, die Idee, daß die Menschen selbst ihre Möglichkeiten einbringen können.  Zumal hier auch jeder Einzelne gefordert ist dies wirklich zu tun. Der Vorteil liegt jedoch darin, daß das gemeinsame Interesse im Vordergrund steht – und nicht das was „von oben“ auferlegt wurde. Die Aufgaben selbst würden bestimmen was zu machen ist, und nicht ein machtausübendes Organ.

Was allerdings unerläßlich sein wird ist, daß die Tätigkeiten, der Einsatz von materiellen Gütern und die Leistungen die von den Menschen eingebracht werden, koordiniert werden müssen.

Doch auch hier gilt das gleiche Prinzip: Es gibt Menschen die gerne organisieren und koordinieren.

Für jene ist diese Aufgabe das ideale Betätigungsfeld. Die Verantwortung liegt in diesem Fall darin, daß sie nicht der Versuchung erliegen ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Ihre Funktion ist das zu organisieren und zu koordinieren was von der Bevölkerung und / oder den vorhin erwähnten Gruppen an die Koordinatoren herangetragen wird.

Der oberste Grundsatz ist: „Zum Wohle Aller“

Wie sieht es nun aus, wenn Anschaffungen nötig sind ? Hier möchte ich etwas weiter ausholen.

Es gibt für mich hier zwei mögliche Szenarien:

  1. Alle Menschen tragen einen finanziellen Teil für diese Anschaffung bei. Dies ist dadurch möglich, da es in einem solchen Gesellschaftsmodell keine Steuern mehr gibt, die für die Erhaltung von öffentlichen Einrichtungen, Gemeindeämtern, usw. aufzubringen sind. Auch braucht kein Personal, keine Beamten, keine Politiker, keine Abgeordneten, usw. mehr bezahlt werden.

Jeder kann es sich also leisten, daß er seinen Beitrag leistet. Noch dazu kommt eine so finanzierte Anschaffung wiederum jedem zu Gute – und zwar in direkter Form.

  1. Es braucht nichts mehr finanziert zu werden. Dies ist dann der Fall, wenn es kein Geld mehr gibt, wenn wir uns über das Geldsystem hinaus entwickelt haben. Dann steht allen alles zur Verfügung und jeder stellt alles kostenlos zur Verfügung. Was sollte er / sie auch dafür verlangen, wenn Geld nicht mehr vorhanden ist. Gut – Tauschhandel wäre hier noch eine Alternative. Sich, und das was man zu leisten / zu tun im Stande ist, einzubringen und dafür all das zu bekommen was man braucht, ist auch eine Form von Tauschhandel. Als Weiterentwicklung des 1:1 (eins zu eins) Tauschhandels vor der Einführung des Geldes, ist es hier ein n:n (n zu n) – Tauschhandel. N steht hier für eine beliebige Zahl.

Es ist also egal wer etwas Bestimmtes einbringt, oder von wem es ist, das ich mir nehmen kann um meinen Bedarf abzudecken.

Es ist also auch der Bereich der Anschaffungen denk- und lösbar.

Steht uns die Zeit zur Verfügung um uns wirklich einzubringen ? Diese Frage ist noch zu erörtern.

Derzeit – mit dem derzeitigen Arbeitssystem – ist dies nicht möglich. Soviel steht fest. Doch was spricht dagegen auch dies neu zu denken ? Ein Ansatz dazu:

Die Menschen arbeiten in den Betrieben nur mehr bis (sagen wir) 14 Uhr. Die restliche Zeit des Tages verbringen sie damit sich an den übernommen Aufgaben zu beteiligen. Oder sie haben jede Woche einen Tag frei um dies tun zu können.

An diesem Punkt angelangt überlasse ich es jeder Leserin / jedem Leser selbst sich Gedanken dazu zu machen. Überlegen Sie sich selbst einige Szenarien des derzeitigen Alltags und prüfen Sie diese ob und wie sie in dem oben skizzierten neuen Gesellschaftsmodell abdeckbar und integrierbar sind.

Zu guter Letzt

In einem Miteinander der Menschen sind Parteien nicht mehr nötig, sind Volksvertreter, Regierungen nicht mehr nötig, da die Menschen selbst ihre Macht und ihre Eigenverantwortung wieder übernommen haben. Diese Eigenverantwortung schließt auch die Verantwortung für den Nächsten, für die Umwelt, für Alles-Was-Ist, mit ein. Die Macht ist zur Selbstermächtigung geworden.

Der Selbstermächtigung in einer freien Gesellschaft frei zu denken, frei zu handeln, frei zu entscheiden.

Es mag wie Utopie klingen, doch sagt mir mein Gefühl daß es möglich ist dies zu erreichen. Es ist wie eine Erinnerung. Eine Erinnerung, die in mir wieder erwacht ist und sich sehr vertraut anfühlt.

Jenen, die dies lesen, soll es Inspiration sein.