Autor: Cosmic Society

Cosmic Society unterstützt die Initiative „Eltern stehen auf“

Cosmic Society unterstützt die Initiative „Eltern stehen auf“

Diese großartige Initiative, bei der Gerhard einer der Administatoren ist, befasst sich vor allem mit den Wirkungen auf Kinder und Eltern. Wir von Cosmic Society unterstützen diese sehr, sehr gerne. Denn in der gesamten derzeitigen Situation sind es vor allem unsere Kinder, die es am schwierigsten haben – ja auch darunter leiden. Unsere Kinder sind unsere Zukuft. Wollen wir sie leiden sehen?
Nein, sicher nicht. Darum tragen auch wir unseren Teil dazu bei, dass genau dies nicht passiert, bzw. aufhört wo es so ist.

Hier ein Auszug aus dem offizellen Flyer von „Eltern-stehen-auf“:

„Eltern-stehen-auf – Wir vertreten die Stimmen unserer Kinder“
#AUSTAUSCH #UNTERSTÜTZUNG #AKTIONEN

ELTERN-STEHEN-AUF ist eine Haltung. Eine Entscheidung.
Für unsere Kinder. Für unsere Familien. Für das Leben.
Für die Liebe. Für die Freiheit. Für den Menschen.

Gemeinsam für ein Miteinander ohne Einschränkung
Unsere Initiative „Eltern-stehen-auf – Wir vertreten die Stimmen unserer Kinder“ wurde am 18. Mai gegründet und hat (Stand 24. Juni 2020) bereits über 4000 Mitglieder.

Unsere aktuellen Ziele sind:
• Maskenfrei
• Desinfektionsfrei
• Abstandsfrei
• Impffrei

Wir bieten:
• Gemeinsamen Austausch (Facebook und Telegram)
• Hilfe zur Selbsthilfe (Dateivorlagen für Schreiben)
• Entwicklung/Organiation von Aktionen.

Facebookgruppe https://www.facebook.com/groups/672422523314782/
Telegram Infokanal https://t.me/eltern_stehen_auf
Telegram Chat https://t.me/elternchat
Eltern-stehen-auf BADEN WÜRTTEMBERG https://t.me/elternstehenaufBW
Eltern-stehen-auf BAYERN https://t.me/elternstehenaufBAYERN
Eltern-stehen-auf BERLIN https://t.me/elternstehenaufBERLIN
Eltern-stehen-auf BRANDENBURG https://t.me/elternstehenaufBRANDENBURG
Eltern-stehen-auf HAMBURG https://t.me/elternstehenaufHAMBURG
Eltern-stehen-auf HESSEN https://t.me/elternstehenaufHESSEN
Eltern-stehen-auf MECKLENBURG VORPOMMERN https://t.me/elternstehenaufMV
Eltern-stehen-auf NIEDERSACHSEN https://t.me/elternstehenaufNIEDERSACHSEN
Eltern-stehen-auf NORDRHEIN WESTFALEN  https://t.me/elternstehenaufNRW
Eltern-stehen-auf RHEINLAND PFALZ https://t.me/elternstehenaufRLP
Eltern-stehen-auf SAARLAND https://t.me/elternstehenaufSAARLAND
Eltern-stehen-auf SACHSEN  https://t.me/elternstehenaufSACHSEN
Eltern-stehen-auf SCHLESWIG HOLSTEIN https://t.me/elternstehenaufSH
Eltern-stehen-auf THÜRINGEN https://t.me/elternstehenaufTHUERINGEN
Eltern-stehen-auf Lehrer-Erzieher-TagesmütterVäter https://t.me/joinchat/GtNlx0Rwv7BIs7nrQBd4Hg
Eltern-stehen-auf Österreich https://t.me/elternstehenaufOESTERREICH
Eltern-stehen-auf Schweiz https://t.me/elternstehenaufSCHWEIZ

Stammtisch Zeitenwende im Raum Passau am 24.06.2020

Stammtisch Zeitenwende im Raum Passau am 24.06.2020

Nach 4 Monaten ohne „Live-Stammtisch“ haben wir uns an diesem Abend darüber ausgetauscht, wie es jedem Einzelnen in der Zwischenzeit ergangen ist.  Gemeinsam gingen wir der Frage nach, ob wir Menschen der momentanen Situation ausgeliefert sind oder es einen Ausweg gibt. Sind wir in der Lage, bewusste Schöpfer unserer Realität zu sein und auf diese Weise eigenverantwortlich unser Leben zu gestalten?

Danke allen Teilnehmern für den unterhaltsamen und informativen Abend! 

Cosmic Society Stammtisch online am 10. Juni 2020: „Geheimnis Realität. Dein wahres Sein!“ mit Johann Nepomuk Maier

Cosmic Society Stammtisch online am 10. Juni 2020: „Geheimnis Realität. Dein wahres Sein!“ mit Johann Nepomuk Maier

„Geheimnis Realität. -Dein wahres Sein!“ – Gesprächsrunde mit Johann Nepomuk Maier

Hier geht’s zum Profil von Nepomuk
Zu unserem 6. Online-Stammtisch hatten wir unseren Freund Johann Nepomuk Maier zu Gast den bekannten niederbayerischen Filmemacher („Jenseits des Greifbaren“, Gaia TV-Sendung „Timeless“ ), Spiegel-Bestseller-Autor und Künstler.

Sein Interesse gilt seit Jahrzehnten der Realitätsforschung und unserer evolutionären Entwicklungsgeschichte. Er schrieb mehrere Bücher und drehte Doku-Filme über unerklärliche Phänomene, in denen es um konkrete Forschungen zu Nahtoderlebnissen, Geistern, Außerirdischen, Verstorbenen, Spuk und Jenseits geht. Zu diesen Themen hält er auch Vorträge im deutschsprachigen Raum.

Im weltweiten Dialog mit Wissenschaftlern, Experten sowie Menschen mit besonderen Fähigkeiten geht er pathologischen, psychologischen und physikalischen Paradoxien auf den Grund. Diese stellen unser materialistisch geprägtes Weltbild völlig auf den Kopf und zeigen deutlich, dass die offizielle Lehrmeinung komplett veraltet und überholt ist. Schon seit rund 100 Jahren weiß die Quantenphysik darüber bestens Bescheid. 

Das, was wir Materie nennen, ist so nicht existent.
Viele Menschen können sich noch nicht vorstellen, dass wir in einer virtuellen Realität leben, dass unsere Umwelt, was wir sehen, schmecken, riechen und anfassen und erleben können, so nicht wirklich real existiert.

Wie Prof. Hans-Peter Dürr immer so treffend formulierte:
Wenn wir uns ansehen, was die Welt im Innersten zusammenhält, das ist da keine Hardware, keine kleinen Kügelchen, Atome oder Moleküle, sondern so etwas, wie Software. Etwas Unaufgetrenntes, das nur wirkt – Advaita – die Nicht-Zweiheit. Wir können es auch „Geist“ nennen.

Wir leben in einer Epoche des Paradigmenwechsels, begleitet von bahnbrechenden Entwicklungen  – sowohl technisch als auch spirituell.

Danke allen Teilnehmern für den regen Austausch!

Hier geht’s zur Kurzdoku „Geheimnis Realität. Dein wahres Sein!“

Webseiten:
www.nepomuk-maier.de
www.k1-filme.de
Timeless-Sendungen: www.timeless-gaia.de
Youtube-Kanal: Jenseits des Greifbaren
Facebook: https://www.facebook.com/AutorNepomukMaier

Es ist JETZT der richtige Zeitpunkt für Veränderung / Klaus X. Ruhland

Es ist JETZT der richtige Zeitpunkt für Veränderung / Klaus X. Ruhland

Zum Profil von Klaus X. Ruhland

Ich hoffe, du hast die letzten Wochen in diesen Corona-Angst-Zeiten für dich gut händeln können. Für viele von uns war und ist es noch eine Zeit der Angst, Unsicherheit, Verzweiflung, Hilflosigkeit, des Zusammenbruchs und der Aufgabe, mit dem Gefühl der Atemnot und des Erstickens.

Ja, viele von uns wurden auf sich selbst zurückgeworfen, mussten sich ihren inneren Dämonen stellen und all das Verborgene, Verschüttete oder schon verarbeitet geglaubte, hat sich wieder in seiner ganzen Härte und Dunkelheit gezeigt.
Jetzt wo sich die Lage wieder entspannt, wäre es ein Leichtes, all das was hochgekommen ist und sich gezeigt hat, wieder weg zu drücken und zu versuchen so weiter zu machen wie bisher, aber das ist der falsche Weg.
Es ist besser, den Mut zu haben, sich all diesen Gefühlen, Ängsten und Emotionen zu stellen, ihnen in die Augen zu blicken und sie zu bearbeiten, zu heilen oder sogar sie endgültig aufzulösen.

Wenn du bereit bist diesen Weg zu gehen, deine Lasten abzuwerfen und du den Wunsch hast, ein Leben in Gesundheit, Harmonie, Liebe, Freude, Leichtigkeit, Fülle und Zufriedenheit zu führen, dann wende dich gerne an mich.

Ich werde mit dir gemeinsam die richtigen Techniken, einen für dich umsetzbaren Ablauf, in einem für dich zugeschnittenen zeitlichen und finanziellen Rahmen finden.

Meine Behandlungs- und Coachingmethoden basieren auf verschiedenen geistigen, energetischen, spirituellen und schamanischen Techniken, wie:

  • Gesprächscoaching
  • Bioresonanz und Aura Messung/Analyse
  • Chakra und Meridian Blockadenlösung und Harmonisierung der Körperenergie
  • Schamanische Familien- und Problemaufstellung
  • Rückführung- und Reinkarnationsbegleitung zur Ursprungssituation
  •  Abtrennung von alten Verbindungen und Verstrickungen
  • Vergebungs- und Ablösungsrituale
  • Arbeit mit den Inneren Kind/Frau (Mutter)/Mann(Vater)
  • Trauma Arbeit
  • Schamanische Heilreisen und Trommelbehandlung
  • Ablösen von spirituellen und energetischen Anhaftungen, Besetzungen und Manipulatoren
  • Ahnenarbeit
  • Spirituelle und energetische Raum-, Haus-, Grundstücks- und Ortsreinigung

Es gibt aber auch viele unter uns, die Corona als eine Art Geschenk und Möglichkeit sehen, sich neu zu finden, ihren Blickwinkel zu verändern, neue Eindrücke zu zulassen oder sich sogar dazu entschließen, alles Alte loszulassen und sich auf die Suche begeben, neue Wege zu erforschen.
Ihren neuen Weg, ihren Königs- oder Königinnen-Weg zu kreieren, zu gehen und zu leben. Denn es ist jetzt eine neue Zeit angebrochen, in der nichts mehr so sein wird wie vorher und genau dieser Moment ist der richtige Moment um den Mut und den Willen zu haben, seinen eigenen Königs-/Königinnen-Weg einzuschlagen.

Sag dich jetzt los von alten Dogmen und Glaubensmustern!
Wirf deine Lasten und Bürden ab. Reiß alte Mauern und Hindernisse nieder. Tauche ein in das Reich der Möglichkeiten und werde zum Schöpfer, zum König oder zur Königin deines Lebensweges. – Denn es ist dein Geburtsrecht in Liebe, Freude, Harmonie, Leichtigkeit, Gesundheit und Fülle zu leben.

Wenn du willst, unterstütze und begleite ich dich gerne mit all meiner Lebenserfahrung, meinen Möglichkeiten, Techniken, Ritualen und meiner Verbindung zur geistigen Welt.

Ich helfe dir, alte Dogmen und Glaubensmuster zu löschen und umzuwandeln, Lasten und Bürden abzulegen um in die Leichtigkeit zu kommen, sowie deine Mauern und Hindernisse einzureißen, damit Platz für deinen neuen Königs-/Königinnen-Weg entstehen kann.

Ich werde mit dir gemeinsam deinen Weg definieren, erreichbare Meilensteine abstecken, vorhandene Ressourcen herausfinden, notwendige Ressourcen erarbeiten, deine einzelnen Schritte planen und die möglichen Konsequenzen beleuchten.
Damit du sicher und voller Freude deinen Königs-/Königinnen-Weg gehen kannst und ein Leben in Liebe, Freude, Harmonie, Leichtigkeit, Gesundheit und Fülle führen kannst.

Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme und auf unseren gemeinsamen Weg!

Liebe Grüße und eine gesegnete und erfolgreiche Zeit wünscht Dir
Dein Klaus X. Ruhland

Veranstaltungen und Ausbildungen findet Ihr auf meiner Homepage unter www.sei-die-einheit.de

Anerkannter Heiler/Ausbilder nach den Richtlinien des DGH e.V.,Schamane, Reiki-Meister, Coach, Hypnotiseur, Rückführungs-Leiter, Vital-Energetiker, Reha-Trainer, Ausbilder für energetisches-spiritueles-geistiges Heilen, Reiki, schamanische Techniken und Rückführung/Reinkarnations Leiter,Bioenergetische Körper-Vital-Stress Messungen, Hilfe bei körperlichen, psychischen und seelischen Beschwerden, Süchten, Ängsten, Phobien, Taumata, Blockaden und Besetzungen – Praxen in München und Straubing

Impressum:
Klaus X. Ruhland, Flughafenweg 12, 94330 Geltolfing/Aiterhofen
Praxis Home of the Spirit, Ruhland Hof, Flughafenweg 12, 94330 Geltolfing
Naturheilpraxis Fleckenstein, Rheinstr. 7, 80803 München
Telefon 0049 (0)9421-33913
Mobil 0049 (0)177-6393396
eMail k.ruhland@sei-die-einheit.de
Internet www.sei-die-einheit.de
Facebook www.facebook.com/klausruhland.schamane
Xing www.xing.com/profile/Klaus_Ruhland

Ein Waldgarten – die Erschaffung eines Food-Forests, ein intensives Wirtschaften mit Dauerpflanzen / Hannelore Zech, Permakultur-Gestalterin

Ein Waldgarten – die Erschaffung eines Food-Forests, ein intensives Wirtschaften mit Dauerpflanzen / Hannelore Zech, Permakultur-Gestalterin

Seit ca. 15 Jahren arbeite ich an der Frage, was der Mensch eigentlich wirklich zum Leben braucht. Und ich meine damit ein ausgefülltes, glückliches Leben zu führen. Ist es möglich heutzutage in diesem unseren Land, ein unabhängiges, freies Leben zu führen? Ich weiß, der Wunsch dazu brodelt heimlich in vielen Menschen, doch die Angst um die eigene Existenz und die Versorgung der Familie lässt diesen Wunsch oft nicht zu. Dabei ist es manchmal nur ein Akzeptieren eines (vermeintlich) geringeren Lebensstandards zu Gunsten einer höheren Lebensqualität, z.B. sauberer Lebensmittel, Luft und Wasser.

Ein Lösungsweg eröffnete sich mir in der Schaffung eines permakulturellen Waldgartens, denn die Natur bietet alles, was der Mensch zum Leben braucht.

Sei es nun  innerhalb eines Hausgartensystems auf 500 – 1000 m2 Obstbaumlebensgemeinschaften anzulegen, um den Selbstversorgungsgrad der Familie zu erhöhen oder aber sich eine Existenz  zu sichern, einen Waldgarten-Hof zu betreiben.

  • Was kann ein Wald uns bieten?
    • Einen enormen Erholungsfaktor durch saubere Luft
    • Eine große ökologische Vielfalt an Pflanzen und Tieren
    • Ein ausgeglichenes Klima = geschützter Raum im Winter und lichter Schatten im Sommer
    • Windschutz
    • Bodenaufbau = stetiger Aufbau der Humusschicht und ungestörtes Arbeiten der Mikroorganismen im Boden
    • Kein Einsatz von chem. Pflanzenschutzmitteln durch ausgeglichenes ökologisches Gleichgewicht
    • Weniger Arbeitseinsatz durch Dauerpflanzen, die lediglich geringe Pflege bedürfen und jährliche Ernten versprechen
    • Ein Auskommen durch nachwachsende Rohstoffe, auch noch für unsere Kinder und Enkelkinder

Viele Kulturen ernährten sich Jahrhunderte, ja, Jahrtausendelang aus Wäldern heraus. Auch Deutschland war bekannt für seine wunderschönen weitreichenden Wälder. Vor der letzten Eiszeit war ganz Europa mit Wald bedeckt. Viel ist davon nicht übrig geblieben. Lediglich reine Wirtschafts-Monokultur-Wälder, sogenannte „Fichtenwüsten“. Mittlerweile wird aber schon wieder auf Mischwälder gesetzt, der typische Schädlingseinfall bei Monokulturen – hier der Borkenkäfer – hat schwerwiegende Schäden verursacht. Die ursprünglichen, artenreichen Wälder -und vor allen Dingen das alte Wissen um den Nutzen daraus – sind uns fast schon verloren gegangen. Geblieben sind uns noch Bücher von Autoren wie Michael Machatschek (Laubgeschichten, Nahrhafte Landschaften) oder Raoul H. Francé (Ewiger Wald).

Luftschlösser bauen
Stellt Euch einmal vor, jeder Einwohner würde jährlich nur einen Baum pflanzen, am besten einen Obst- oder Nussbaum. Allein dies würde uns schon enorm bereichern. Den Einwand, dass Menschen die in einer Wohnung leben, doch gar keinen Platz haben einen Baum zu pflanzen, lass ich hier nicht gelten.

Im Mittelalter waren sogenannte „Allmenden“ üblich. Das waren bepflanzte Gürtel rund um eine Siedlung herum, die Allgemeingut waren. Die Menschen konnten dort ihr Vieh hineintreiben, oder sich selbst holen was sie brauchten. Sei es Feuerholz, Laub als Einstreu, Baumfrüchte etc. Außerdem war dieser Pflanzgürtel ein erheblicher Klimaschutzfaktor bzw. Windschutz für die menschliche Siedlung.

Die heutigen Stadtparks sind dafür nur ein Abklatsch dessen. Bäume können das viel zu viel von unserer Zivilisation ausgeschiedene Kohlendioxid verarbeiten, ja sogar frische Luft für uns daraus herstellen. Was gäbe es daher Logischeres zu tun als Bäume zu pflanzen? Dabei soll aber die Verantwortung nicht an unsere Kommunen abgeschoben werden. Vielmehr sind die Bürger von Städten und Märkten aufgefordert, an die Kommunen heranzutreten und durch geschaffene Initiativen und Vereine die Pflege solcher Klima-Nutz-Schutz-Waldgürtel zuverlässig zu übernehmen. Zum Vorteile aller, denn daraus entstehen Naherholungsgebiete und Nahrungsproduktion für alle. Die Erde wurde uns als Lebensraum geschenkt. Was wir daraus machen für uns und unsere Nachkommen liegt allein in unseren Händen. Wie nutzen wir dieses Geschenk?

Die Möglichkeiten, die ein Hausgarten uns bieten kann
Wir können zwischen einer  Vielzahl verschiedenster Obstsorten auswählen. Diese gibt es noch dazu in verschiedenen Größen. Die Zuchtarbeit der letzten Jahrzehnte hat uns da reichlich beschenkt. Deshalb ist es auch in kleinen Gärten möglich, eine Vielzahl an verschiedensten Arten zu sammeln. Bis zu Topfkulturen für den Balkon ist alles erhältlich.

Ein erheblicher Faktor sollte doch stets mit einberechnet werden. Das Sonnenlicht! Der gröbste Fehler wäre im Süden des Gartens einen Walnussbaum zu pflanzen. Bis dieser Baum reiche Ernte bringt ist er meist schon so groß, dass er entweder den eigenen Garten, jedenfalls aber auch die Nachbargärten mit beschattet. Ein Wachstum von weiteren Obstbäumen ist hier gleich einmal abzuhaken.

Wir müssen also, besonders in unseren Breitengraden,  mit der Sonne planen und pflanzen. Die größeren Halbstammbäume nach hinten, sprich Norden und die kleineren Busch- oder Spalierbäume nach Süden. Der Platz dazwischen sollte so groß belassen werden, dass genug Beerensträucher, Kräuter, aber auch Gemüse wachsen kann. Die Flächen direkt rund um den Baumstamm bis zur Tropfzone der Krone werden Baumscheiben genannt. Diese können in ihrem hinteren schattigen Bereich noch etliche Beeren und schattenverträgliche Kräuter beherbergen, im südlichen Bereich – je nach Bodenpflege- und Beschaffenheit – aber auch Gemüsekulturen, wie Kartoffeln, Rüben, Salate, Kürbisse, Wildtomaten,…. Der Rasenschnitt und das Laub der Bäume im Herbst verbleibt auf alle Fälle im Garten und dient als wertvolle Bodenabdeckung (Mulch) und Dünger. Weiteren Dünger können Haus-, bzw. Nutztiere bieten, wie z. B. Hühner, Wachteln, Kaninchen, die auch auf kleinen Flächen gehalten werden können, einfach zu halten sind und einen Beitrag zur Selbstversorgung leisten. Die Randzonen können vertikal bewirtschaftet werden. Wein, Kiwis, Brombeeren, Stangenbohnen, Erbsen, etc. wachsen gerne an Spalieren empor, schaffen bzw. nutzen so zusätzliche Kleinklimazonen, sind Sichtschutz und bequem zu beernten.

Statt der bekannten und ohne Nutzen bringenden Thujenhecken sollten einfach Spalierobstrankgitter gesetzt werden. Diese können ganz einfach auch mit Wein oder Kiwis bepflanzt werden, wenn der Sichtschutz dichter sein soll. Mehr Arbeit birgt dies keineswegs, doch wesentlich mehr Platzausnutzung, Naschobst , aber auch einen ökologischen Mehrwert, der Nutzinsekten und Vögel anzieht. Werden Hausgärten auf diese Weise bepflanzt sind sie interessant, bieten ökologische Nischen, einen erhöhten Erholungsfaktor und sind dabei noch dazu pflegeleicht. Vielleicht nicht gleich die ersten drei Jahre, denn alles braucht seine Zeit.

Der etwas größere Hausgarten
Bietet ein Hausgarten etwas mehr Platz, sagen wir  ca. 1000 m2,  können auch Wildobsthecken mit eingeplant werden. Diese am besten an der Grundstücksgrenze platzieren, aus der hauptsächlich der Wind kommt, damit diese eine Art Barriere bilden und das Mikroklima des Gartens positiv beeinflussen kann. Wildobst bietet uns ein unheimlich kulinarisches Angebot und dabei noch Sichtschutz, Blütenreichtum, einen Mehrwert für Insekten und Vögel. Ein Unterschlupf für Igel und dergleichen ist zusätzlich gegeben, was das ökologische Gleichgewicht um ein vielfaches erhöhen kann. Je mehr tierische Nützlinge eine Herberge in unseren Gärten finden, umso logischerweise, weniger Schädlinge sind vorhanden, die unseren Kulturen zu Leibe rücken könnten und uns somit unsere Nahrung vor der Nase wegschnabulieren.

Ist das Bodenleben in Ordnung, wird es auch wenig Probleme mit großen Schneckenpopulationen geben. Oft ist aber eine Zuwanderung der schleimigen Gesellen nur durch den Einsatz von weiteren Nutztieren zu verhindern. Gute Dienste erweisen hierbei die indischen Laufenten, die sogenannten „Schneckenenten„. Von den Gemüsekulturen sollte man diese aber ebenso fernhalten, denn in ihrem Übereifer bei der Schneckensuche zersauseln sie auch gerne jegliche vorhandenen Salatköpfe. Lösung können hierbei niedrige Zäune in Höhe von ca. 40 cm sein. Da diese Entenrasse nicht fliegen kann, sind dieses Barrieren ausreichend und die lustigen Mitbewohner können ihrem Dienste nachkommen.

Ein etwas größerer Hausgarten würde auch die Möglichkeit einer Wasserstelle, einem kleinen Teich, mit einbeziehen, der eine enorme Förderung des Mikroklimas mit sich bringen kann. Die Reflexionen der Wasseroberfläche bringen dazu noch mehr Licht in den Garten, was wiederum vielen Pflanzen förderlich ist. Eine Wasserstelle zieht weitere Nützlinge an, wie Libellen, Molche und dergleichen, vorausgesetzt es werden keine Zierfische eingesetzt und Enten werden ferngehalten. Auch viele Wasserpflanzen sind essbar und können unsere Küche bereichern.

Ein größerer Hausgarten bietet auch Platz für eine essbare Wiese!
Wird statt einer Rasenfläche, die viel Pflegeaufwand benötigt, ein Streifen mit Wildgemüse und Wildkräutern eingesät, ist dies wie ein Gemüsebeet, das ständig Erträge bringt und zugleich als Nützlingsbiotop fungiert. Wildkräuter für Salate wären z. B. Schafgarbe, Löwenzahn, Gänseblümchen, Gundermann, Vogelmiere, Ehrenpreis, Giersch, Brennnessel, Taubnessel, Hirtentäschel und Hellerkraut. Wildes Wurzelgemüse kann geerntet werden von: wilder Möhre, Pastinake, Nachtkerze, Haferwurzel und Kerbel. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass immer Mutterpflanzen übrig bleiben, die im nächsten Jahr in Blüte und Samenstand gehen können, um eine weitere Vermehrung zu gewährleisten. Lässt man die Wildkräuter im eigenen Garten wachsen, sind sie garantiert unbelastet und  spart Zeit bei der Suche.

Ein größerer Hausgarten kann jedoch auch dem ein oder anderen Hochstammobstbaum gerecht werden. Regelmäßige Schnittmaßnahmen ermöglichen genug Lichteinfall und ein gleichmäßiges Wachstum des Baumes. Wiederum sollte bei der Platzauswahl auf die spätere Größe des Baumes eingegangen werden. Ein zu großer Schattenwurf  auf andere Kulturen wäre verheerend. Soll allerdings der Wintergarten bzw. die Südseite des Hauses im Sommer lieber beschattet werden, so ist die Pflanzung eines Hochstammbaumes von Vorteil. Wird ein Kirschbaum gewählt, der im Herbst früher sein Laub verliert als Apfelbäume, können die warmen Herbsttage, an denen die Sonne bereits niedriger steht, für wohlige Wärme hinter der Glasfront sorgen. Wird ein Hochstamm auf der Nordseite des Hauses gepflanzt, kann es auch Vorteile für den Baum mit sich bringen. Durch den Schattenwurf des Hauses wird der Baum anfangs eher schwach wachsen. Erreicht er eine Größe, in der er den Sommer über immer mehr Licht erreicht, wird das Wachstum schneller vonstatten gehen. Hierbei ist es gut, sich gleich für die Pflanzung eines höheren bzw. schon älteren Bäumchens zu entscheiden. Aber worauf ich jetzt eigentlich hinaus möchte, ist dies: Der Schattenwurf des Hauses lässt den Boden länger frostig sein. Eine Folge für den Baum wäre dabei, dass die Blüte im Frühling später einsetzt, was ihn unempfindlicher für späte Nachtfröste werden lässt. Dies ermöglicht einen sichereren Obstertrag.

Wir haben unser Kleinklima in der Hand, mit der Wahl der richtigen Pflanzen!

Ein Waldgarten auf 1 Hektar versorgt eine Familie das ganze Jahr über mit Nahrung. Die geschickte Auswahl verschiedenster Obst- und Beerensorten, Wild- und Kulturgemüse und Kleintierhaltung, natürlich auch entsprechender Vorratshaltung für den Winter kann eine ganze Familie mit Lebensmitteln das ganze Jahr über versorgen – vorausgesetzt 1 Familienmitglied beschäftigt sich mind. 4 – 5 Stunden täglich mit Anbau, Pflege, Versorgung der Tiere und Verarbeitung der Ernte. In den Haupterntezeiten sollte jedoch die ganze Familie mithelfen. Dies sollte aber selbstverständlich sein. Zugekauft werden lediglich Getreide, Salz und Luxusschlemmereien sowie Kleidung.

Ein Waldgarten auf 1 Hektar ermöglicht die Schaffung eines Stückes vom Paradies. Ein zusätzliches Gewächshaus bzw. Frühbeete verlängern die Erntezeit, Erdmieten machen die Winterlagerung von Frischgemüsen möglich. Eine volle Speisekammer mit Eingekochtem wie, Marmeladen, Chutneys, Säfte, Soßen, Essiggemüse, milchsauer vergorenem usw. sichert die Verpflegung in der Dauerfrostzeit. Die Haltung von Hühnern, Kaninchen, Wachteln, Enten, Gänse, Schafe und/oder Ziegen und Bienen ermöglichen hin und wieder einen Braten und versorgen zusätzlich mit Eiern, Federn, Wolle, Milch, Fellen, Honig usw. Der Verkauf der Nachzucht finanziert den Futterzukauf an Getreide. Vorteil hierbei ist auch die Beschäftigung mit alten handwerklichen Tätigkeiten. So kann die Verarbeitung von Wolle (spinnen, filzen), das Flechten von Körben, verarbeiten von Kräutern und /oder Vermehrung bestimmter Pflanzen, etc.  einen kleinen Zusatzverdienst einbringen.

Bei einer Fläche von 10.000 m2 kann auch an die Pflanzung weiterer Kulturbäume gedacht werden, die uns Nutzen bringen können, wie z. B. Kopf- oder Silberweiden zur Weiterverarbeitung von Körben und Dekomaterialien, Zuckerahorn für Ahornsirup, verschiedenster Bienenweidebäume zur größeren Bienenhaltung und Honigproduktion, der Anbau von Ahorn, Linden, Eichen und Buchen als Hütewald für Schweine, Schafe und/oder Ziegen. Besonders Randzonen sollten dicht bepflanzt werden. Zum einen, um den Wind um den Garten herum (oder darüber hinweg) zu leiten, zum anderen, um eine dichte Barriere für Großvieh darzustellen.

Pflege der Randzonen-Hecken als Zaunersatz
Werden die Hecken ganz dicht bepflanzt und verflochten wie ein Jägerzaun, wachsen diese zusammen und bilden eine unüberwindliche Barriere. Geeignete Baumarten hierzu sind: Ahorn, Wildbirne, Hainbuchen, Eschen, Birken, etc. Auch Weiden sind geeignete Bäume dafür. Aufgrund ihres starken Wachstums haben sie aber anfangs einen enormen Pflegeaufwand.

In England ist eine weitere Form des Heckenzaunes traditionsgemäß überliefert und wird noch immer so umgesetzt – die sogenannten „Laid Hedges“. Anfangs werden die Bäumchen ganz normal gepflanzt, ähnlich wie bei der vorgenannten Variante, nur mit größerem Abstand von ca. 1m. Nach ca. 3 Jahren werden die Eschen, Birken, Wildkirschen, etc. auf ca. 30 – 40 cm Höhe eingehackt und in Zaunrichtung umgelegt. Die Bäumchen wachsen weiter und ineinander. So entsteht ein absolut dichter und immer dichter werdender Zaun. Das Einzige, was man braucht, ist etwas Zeit und Geduld. Die Vögel leisten dazu ihrerseits ihren Beitrag durch das Herbeitragen weiterer Samen. Somit bereichern sie die Hecke mit selbstaufgehenden Rosen, Holunder, Schlehen, Schneeball, Traubenkirschen, Vogelkirschen und weiteren Vogelnährgehölzen. Mit den Jahren können dieser Hecke auch Brennholz und Pfahlhölzer entnommen werden. Sie wird dennoch dicht genug bleiben, um als Zaun zu dienen.

Niederwaldwirtschaft
Im Besitz von mehreren Hektar Grund kann an die Erweiterung des Speise-Waldgartens mit Niederwald gedacht werden. Für die Niederwaldwirtschaft eignen sich alle Baumarten, die „auf Stock gesetzt“ werden können. „Auf Stock setzen“ heißt so viel  wie  „den Baum absägen“ auf ca. 30 – 40 cm Höhe und der Baum treibt wieder nach. Durch das Nachtreiben wachsen aus dem Hauptstamm rundherum weitere kleine Stämme. Er vervielfacht sich quasi und macht eine Ernte von ganz gerade gewachsenen Stangenhölzern möglich. Diese Stangenhölzer werden für die Errichtung von Zäunen benötigt. Besonders begehrt sind dabei langlebige Hölzer wie Edelkastanie (Marone), Robinie und Walnuss. In Niederwaldwirtschaft können aber auch Ahorn, Esche, Weidenarten und weitere gepflanzt werden. Einfach alle, die nach dem Schnitt wieder austreiben und weiter wachsen. Niederwaldwirtschaft heißt damit: einmal pflanzen, immer ernten.

Dabei wird auch rotierend vorgegangen – sowohl bei der Anlage als auch beim Ernten. Das Grundstück wird in Sektoren eingeteilt. Weiden können jährlich beerntet werden, bei anderen Hölzern macht eine Ernte nur alle 5 – 6 Jahre Sinn. Dies sollte bei der Anlage bedacht werden, um gleichbleibende Einnahmen erzielen zu können, aber auch um den Arbeitsaufwand im schaffbaren Bereich zu halten.

Ein weiterer Vorteil der Niederwaldwirtschaft: Während der Speise-Wald hauptsächlich im Sommer Arbeit schafft, begrenzt sich die Arbeit der Niederwaldwirtschaft hauptsächlich auf den Winter.

Essen von Kulturbäumen
Seit bei uns mit Laub gewirtschaftet wurde, sind schon viele Jahrzehnte vergangen. Bis auf die Berggegenden könnte man schon von einem Jahrhundert reden. An die Verwendung von Laub als Tiereinstreu kann sich wohl noch so mancher erinnern. Der daraus entstehende Kompost dürfte unübertrefflich gewesen sein! Als Tierfutter diente ebenso Laub, aber auch das Fichtenreisig.

Michael Machatschek gibt in seinem Buch „Nahrhafte Landschaft“ Band 1, besonders bei den Fichtennadeln an, diese seien besonders auch bei Durchfall der Kälber, bei Verdauungsstörungen und Blähungen zum Einsatz gekommen. Fichtennadeln weisen einen blutstillenden Gehalt von Gerbstoffen und viel Vitamin C auf. Sie waren eine Art von Kraftfutter, die man Tieren auch besonders nach größeren Anstrengungen zu fressen gab. Für uns Menschen sind hauptsächlich die Fichtenspitzen im Frühling interessant und besonders für die Hausapotheke zu verarbeiten. Fichtenspitzenhonig ist gesundheitsfördernd bei jeglichen Erkältungserscheinungen. Doch auch als Gemüse schmecken Fichtenspitzen hervorragend. Dazu werden sie in Salzwasser etwas gekocht.

Die Laubbäume wurden „geschnaitelt“, das heißt, alle zwei Jahre wurden die laubtragenden Zweige zurückgeschnitten, die Zweige gebündelt und getrocknet und im Winter als Viehfutter verwendet. Die Jahre dazwischen wurde das Laub per Hand abgestriffen und in luftigen Scheunen getrocknet und gelagert. Verwendet wurden dazu: Buchen, Eschen, Linden, Weiden, Ahorn jeglicher Art, Pappeln, Espen, etc.

Doch auch für den Menschen birgt die Ernte von Laub vielerlei Vorzüge. Als Grünmehl zur Streckung der Nahrung bei Mensch und Tier gibt Michael Machatschek an:

  • Baumarten: Tanne, Lärche, Wacholder, junge Triebe von Kiefern, Ahorn, Linde, Erle, Apfel, Birne, Kirsche, Zwetschke, Marille, Maulbeere, Edelkastanie, Weide, Pappel, Birke, Esche, Buche, Hainbuche, Eiche, Eberesche, Els- und Mehlbeere, Speierling, Vogel- und Traubenkirsche, Robinie
  • Sträucher: Hasel, Wacholder, Erlen, Weiden
  • Besondere Pflanzen: Weinreben, Wilder Wein, Waldrebe, Efeu

Mit diesen Mehlen (Blätter und Nadeln werden getrocknet und vermahlen) kann bis zu ¼ von Getreidemehlen ersetzt und eingespart werden. Lediglich vom Efeu würde ich als menschliche Nahrung meine Finger lassen. Sein Gehalt an Giftstoffen macht ihn für uns zu Nahrungszwecken ungeeignet. Bei der Fütterung von Tieren gibt Machatschek jedoch an, soll 1 Eimer (nicht mehr) bei Kühen beim Kalben helfen. Schafe und Ziegen vertragen dagegen mehr vom Efeu. Diesen kann regelmäßig Efeublätter zum Winterfutter beigegeben werden.

Von den Laubbäumen kann uns wohl (abgesehen von den Laubfruchtbäumen, wie Eicheln, Buchen und Maronen) die Linde am Hilfreichsten sein. Aus den Lindennüsschen kann Öl gepresst werden. Die Frühlingsblätter ergeben einen leckeren Salat und die Blüten kennt wohl jeder als wohlschmeckenden und heilenden Tee bei Fieber und Erkältungen. Aus der Rinde lässt sich eine Faser lösen, die seit der Steinzeit  genutzt wurde – feines Flechtwerk, Kleider, Siebe, Körbe, Matten, Stoffe und Stricke. Bis in die Nachkriegszeit hinein sollen noch aus dem Lindenbast Seile und Stricke hergestellt worden sein. Getrocknetes Lindenblättermehl kann auch Eintöpfen beigefügt werden und ist sehr nahrhaft. Die Verwendung der Lindenblätter als Toilettenpapier noch bis vor ca. 50 Jahren dürfte sicherlich auch schon in Vergessenheit geraten sein.

Die Nutzung der Früchte der Laubbäume von Edelkastanien, Buchen, Eichen und Walnuss sollte fast jedem bekannt sein. Die Ernte der Bucheckern ist relativ mühsam, aber sie sind sehr ölhaltig und wurden deshalb auch zu früheren Zeiten gesammelt. Der Anbau von Sonnenblumen und Raps als Ölpflanzen ist ja noch relativ jung.

Am nahrhaftesten für uns dürften die Maronen sein. Sie machen unglaublich schnell satt, schmecken süß und lecker und sind vielseitig zu verarbeiten. Leider entwickeln sie sich nur in warmen, geschützten Gegenden gut, wie dem Rheingebiet, in Südfrankreich oder Ungarn. In weniger geschützten Gegenden fallen die Früchte klein aus und es ist sehr mühsam, sie zu verarbeiten.

Eicheln wiederum ergeben dort, wo sich Maronen nicht so gut entwickeln eine bessere Alternative. Aufgrund ihres Gerbstoffgehaltes sollten sie jedoch nach dem Rösten und Pellen der Schale, 1-2 Tage in Wasser eingelegt werden. Das Wasser sollte mind. 3x erneuert werden.  Danach kann man die Eicheln verarbeiten, geröstet zu Kaffee, oder gemahlen zu Mehl, um Brote zu backen (1/2 Eichelmehl, ½ Getreidemehl) oder Gebäck. Auch Eicheln sind sehr nahrhaft und es benötigt weniger vom Eichelbrot als vom reinen Getreidebrot, um satt zu werden. Dies machte sie besonders in Notzeiten sehr attraktiv. Ein weiterer Grund in der Selbstversorgung ist, dass der Anbau von Getreide im Vergleich zur Ernte von Maronen oder Eicheln, wesentlich schwieriger und aufwendiger ist. Ein ausgewachsener Eichel- oder Maronenbaum liefert auf der Fläche von 10 x 10 m genauso so viele Kilokalorien wie ein Weizenfeld auf 100 x 100 m Fläche. Leider muss dem hinzugefügt werden, dass es bei den Eicheln auch einmal Ausfalljahre gibt! Deshalb sollten in guten Erntejahren so viele wie möglich eingesammelt und wie Walnüsse getrocknet und eingelagert werden.

Zonenaufbau eines Waldgartens
Es macht Sinn einen Selbstversorgergarten in Zonen einzuteilen. Den Permakulturisten hier ist dies natürlich wohl bekannt, für die „Neulinge“ sei hier nochmal erläutert, dass die Zonierung eines Gartens den Arbeitsaufwand des Gartenbereichs aufzeigt.

Vorgenannte Großbäume: Eicheln, Buchen, Esskastanien, Linden, etc. werden gepflanzt und lediglich zur Ernte besucht. Das Gras, das darunter wächst, wird entweder von Großvieh beweidet, oder für Winterfutter gemäht und zu Heu gemacht. Dieser Bereich zählt zur Zone 4. In diesen Bereich würde auch die Niederwaldwirtschaft, Teichwirtschaft oder Agroforstwirtschaft zählen.

Unberührte Grundstücksteile, Teile die größtenteils der Natur überlassen werden, Randzonen, Heckenbereiche usw. zählen zur Zone 5, der Wildniszone.

Die Zone 3 des Waldgartens umfasst die Zone der Streuobstbäume. Das heißt der Hochstammobstbäume, deren Obst hauptsächlich zu Saft, Most und Essig verarbeitet wird. In Zone 3 befinden sich auch die Extensivbeete. Das sind z.B. Beete mit Topinambur, Kartoffeln, Futterrüben, Getreide, Hirse, Kürbis und Mais. All das Gemüse, das so gut wie keine Pflege benötigt, einfach gepflanzt bzw. gesät wird und wachsen kann. In Extensivbeeten wird nicht extra gegossen, jedoch wird auf Beschattung des Bodens geachtet, durch Abmulchung bzw. Unterpflanzung mit Lebendmulch. Dies hält den Boden locker und macht eine Speicherung von Wasser in größeren Mengen möglich. In Zone 3 ist natürlich auch Weidetierhaltung möglich. Gänse z. B. können hier frei grasen. Auch Bienen sind in Zone 3 optimal untergebracht. Die Kombination allerdings von Enten und Bienen sollte unterbleiben, da Enten Bienen fressen.

Die Zone 2 ist die intensive Früchte-Beeren-Zone. Auch Hühner sind in diesem Bereich optimal untergebracht. Werden nur wenige Hühner gehalten, können sie sich ruhig frei bewegen. Der Schaden durch Scharren hält sich in Grenzen. Bei einer größeren Anzahl von  Hühnern sollte an eine Umzäunung gedacht werden, da die Kräuter und das Gemüse in den Baumscheiben sehr unter den Scharrtätigkeiten leiden können. Größere Erntemengen würden dann wohl ausfallen. Eine Alternative bietet die Unterbringung in versetzbaren Hühnergehegen oder wenig fliegende Hühnerrassen, die mit Steckzäunen eingegrenzt werden. Optimale Hühner dafür sind Sundheimer, deutsche Sperber, Orpingtons, Cochins, Brahma, Seidenhühner…

Beeren in vielfältigsten Formen können in Zone 2 zwischen den Halbstammbäumen untergebracht werden, jedoch finden sie auch in Zone 3 noch vielfältige und optimale Standorte. Schlanke, hochwachsende Obstbäume, wie Birnen, Zwetschken oder Vogelbeeren bieten vertikal wachsenden Beeren, wie Brombeeren, Taybeeren oder Weinbeeren eine Stütze. Nicht in Obstbäume pflanzen sollte man Kiwis! Diese sind Würgschlinger und würden den Obstbaum vernichten. Allerdings können abgestorbene Obstbäume jederzeit als Rankgerüst zweckentfremden und mit Kiwis bepflanzt werden.

Zone 1 kann wohl als intensivst genutzte und arbeitsreichste Zone bezeichnet werden.  Sie ist der Bereich direkt rund um das Haus. Sie schließt die Hauptgemüsebeete und die Topfkulturen mit ein, das Gewächshaus und die Pflanzenanzucht. Dies ist auch der Bereich, in dem Gießwasser zur Verfügung stehen sollte für empfindliche Kulturen, zur Jaucheherstellung und zum Vorwaschen des Erntegutes, bevor es in der Küche verarbeitet wird.

Vernetzung und Individualisierung
Ein Permakulturgarten hat 5 Zonen. Das Permakultursystem allerdings hat 6 Zonen. Die 6. Zone schließt alles mit ein, was von außen an Wissen und Tauschware zu uns kommt, aber natürlich auch was wir anderen zu geben haben. Dies sollten wir nie außer Acht lassen.

Da jeder Mensch andere Begabungen mit sich bringt, ist auch jedes Selbstversorger-System anders geartet und zeigt jeder Waldgarten seine Individualität. Wie schon erwähnt, kann die Rückbesinnung auf altes Handwerk so manches Nebeneinkommen einbringen. Deshalb kann sich der eine Waldgärtner auf Kräuter und deren Produkte individualisieren, der andere auf Wollproduktion, weitere vielleicht auf Korbflechterei, Werkzeugherstellung und Sensen dengeln, Schnaps brennen, Öl pressen, Bäume veredeln, Pflanzen- oder Tier-Raritäten züchten und und und……

Folgenden Absatz konnte ich nur so übernehmen, da er mir absolut aus dem Herzen spricht. Er stammt aus dem Handbuch für Multiplikatoren von Rosemary Morrow (erhältlich bei PIA) aus Australien:

„So kann  jeder Waldgärtner eigene Gestaltungsziele verfolgen. Es gibt für Waldgärtner 3 vorrangige praktische Absichten:

    • Hohe Erträge unterschiedlicher Produkte, wie Lebensmittel, Brennstoffe, Fasern, Futtermittel, Dünger, Heilmittel und Lebensfreude.
    • Einen zum Großteil sich selbst erhaltenden Garten
    • Ein gesundes Ökosystem.

Diese Ziele fördern einander. Zum Beispiel macht es eine Vielfalt an Anbaufrüchten leichter, ein gesundes und sich selber erhaltendes Ökosystem zu gestalten – und ein gesundes Gartenökosystem hat geringere Pflegeansprüche.

Dennoch verfolgt das Waldgärtnern auch höhere Ziele – wie Masanobu Fukuoka einmal gesagt hat:

„Das endgültige Ziel der Landwirtschaft ist nicht das Anbauen von Feldfrüchten, sondern die Kultivierung und Vervollkommnung der Menschen.“

„Die Art wie wir gärtnern, reflektiert unsere Ansicht von der Welt. Das oberste Ziel des Waldgärtnerns ist nicht nur das Anbauen von Feldfrüchten, sondern die Kultivierung und Vervollkommnung neuer Wege unseres Sehens, Denkens und Verhaltens in der Welt. Waldgärtnern schenkt uns innere Erfahrungen lebendiger Ökologie, lehrt uns wie der Planet funktioniert und ändert unsere Selbstwahrnehmung. Waldgärtnern hilft uns Menschen, unseren rechtmäßigen Platz als Teil der Natur einzunehmen und mit der Natur zu arbeiten anstatt als von ihr getrennte Gebilde in die Natur einzugreifen und sie zu beherrschen.“

Ein Waldgarten ist also in erster Linie der optimale Lebensraum für uns Menschen um glücklich und gesund zu leben. Jetzt geht es nur noch um die Umsetzung. Beispiele gibt es bereits einige, die besucht werden können. Es gibt Kurse und es gibt gute Literatur dazu.

Aber eines muss uns immer bewusst sein: Ein Waldgärtner wird nie, wirklich nie auslernen, denn die Natur hat uns stets etwas zu lehren.

Hannelore Zech
Mienbacher Waldgarten / Selbstversorger-Akademie
www.mienbacher-waldgarten.de