Schlagwort: Gerhard Praher

(Fiktive) Nachrichtensendung zur Massenlandung außerirdischer Raumschiffe – Teil 4

(Fiktive) Nachrichtensendung zur Massenlandung außerirdischer Raumschiffe – Teil 4

Nachrichtensprecher:

Wie reagiert den die chinesische Führung auf dieses Ereignis?

Peking-Korrespondentin:

Nun, bisher gar nicht. Es scheint gerade so, als würden sie es entweder nicht mitbekommen haben – was aber fast unmöglich ist – oder sie ignorieren es um anschließend, sofern es wieder wegfliegt, sagen zu können „Es war nichts – es ist nichts geschehen.“ Wir kennen das ja von anderen Ereignissen, dass die chinesische Staatsführung etwas ignoriert um dann sagen zu können, dass es nicht stattgefunden hat. Es ist auch kein Militär hier zu beobachten. Bemerkenswert ist, dass einige Minuten nach der Landung die Menschen in Scharen sich rund um das Schiff versammelt haben. So als wollten sie einen Schutzwall bilden falls das Militär doch noch irgendwelche Maßnahmen ergreifen will. Soweit ein erster Situationsbericht aus Peking. Zurück nach Wien.

Nachrichtensprecher:

Vielen Dank an unsere Korrespondentin nach Peking.
Beenden wir nun unseren Rundruf mit einem Blick zu unseren Nachbarn, nach Deutschland. Unserer Reporter befindet sich vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Was können Sie uns von dort berichten?

Reporter aus Berlin:

Auch hier spielen sich ähnliche Szenen ab wie sie von meinen Kollegen in den anderen Ländern bereits berichtet wurden. Der ganze Platz vor dem Brandenburger Tor war bereits ca. 1 Stunde davor leer. Kein Mensch und kein Auto war auf dem Platz. Manche Autos, so wurde mir geschildert, wurden abrupt zum Stillstand gebracht. Es gab jedoch keinen einzigen Auffahrunfall, was man in einer solchen Situation annehmen würde. Die Menschen haben sich am Rande des Platzes versammelt und haben gewartet, als hätten sie gewusst was da kommen wird. Als es dann soweit war brach tosender Jubel aus, der nachwievor anhält. Die Leute kamen aus den Geschäften, den Firmen. Die Arbeitswelt ist hier total zum Stillstand gekommen. Alle wollen nur mehr das Ereignis feiern. Und ich feiere jetzt mit!
(Reporter dreht sich um und jubelt mit den Menschen mit.)

Nachrichtensprecherin:

(Schmunzelt)
Wir müssen hier noch die Stellung halten.
Neben mir begrüße ich nun unseren langjährigen Außenpolitikexperten.
Wie ist Ihre Meinung zu diesen Ereignissen?

Außenpolitikexperte:

Nun. Es hat schon etwas Faszinierendes, wenn man diese Szenen so sieht und die Menschen jubeln sieht. Das, diesen, globalen Freudentaumel gab es schon lange nicht mehr. Vielleicht das letzte Mal zum Ende des 2. Weltkriegs. Interessant ist ja die Tatsache, dass es kaum Widerstand gab und gibt, bzw. dass die Waffen unbrauchbar sind. Das ist schon sehr bemerkenswert.

Nachrichtensprecherin:

Esoterische oder spirituelle Kreise oder Menschen haben ja immer wieder davon berichtet, dass außerirdische Intelligenzen Kontakt mit den Menschen aufnehmen wollen. Die große Masse hielt das wohl eher für unwahrscheinlich. Ist das nicht jetzt doch eher ein Schock für diese Menschen?

Außenpolitikexperte:

Sicherlich. Für viele kommt dieses Ereignis sehr überraschend. Doch es gab in der Vergangenheit immer wieder sehr zuverlässige Berichte darüber, dass außerirdische Wesen sich mit verschiedenen Regierungen und auch der UNO in Verbindung gesetzt haben um über bilaterale – wenn man so sagen will – Zusammenarbeit zu beraten. Diese Treffen fanden meist, oder immer, geheim statt und nur wenig sickerte nach außen. Nur die Medien, da nehme ich uns nicht aus, trauten sich nicht diese Meldungen zu verbreiten, oder durften es nicht. Die sogenannten „Channel-Medien“, von denen Sie Eingangs Ihrer Frage sprachen, haben in der Tat diesen heutigen Tag vorausgesagt. Wobei Voraussage wohl nicht das richtige Wort ist. Es war vielmehr so, dass ihnen Botschaften auf telepathischem Weg übermittelt wurden. Immer wieder traten solche Meldungen auch nicht in der Form ein, wie sie auf den entsprechenden Internetseiten veröffentlicht wurden, aber wie man jetzt sieht hatten sie in der Tat recht.
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(Fiktive) Nachrichtensendung zur Massenlandung außerirdischer Raumschiffe – Teil 3

(Fiktive) Nachrichtensendung zur Massenlandung außerirdischer Raumschiffe – Teil 3

USA-Korrespondent:

Das ist eine gute Frage. Wie uns berichtet wurde war kein einziges Raumschiff, also weder dieses hinter mir noch jene die in anderen Städten gelandet sind, auf einem Radarschirm zu sehen. Kurz vor der Landung hier in Washington sind zwar Abfangjäger aufgestiegen, doch sie hatten den strikten Befehl nicht zu schießen. Sie haben das Schiff sozusagen begleitet bis zur Landung. Sowas habe ich noch nicht gesehen. Am ehesten würde man erwarten, dass das Pentagon Abwehrmaßnahmen ergreift. Aber nichts davon war geschehen. Ich habe vorhin mit einigen Augenzeugen gesprochen. Diese sagten einhellig, dass von diesem Flugobjekt „harmonische“ Frequenzen ausgingen, die eine spontane Freude bewirkten. Genau diese Harmonie, diese Freude ist auch hier zu spüren.

Nachrichtensprecherin:

Vielen Dank für den ersten Eindruck aus den Vereinigten Staaten. Wir schalten nun zu unserem Moskau-Korrespondenten. Hier scheint es nicht ganz ohne Zwischenfälle abgegangen zu sein. Können Sie das bestätigen?

Moskau-Korrespondent:

In der Tat war hier das Auftauchen dieser Raumschiffe – mittlerweile sind bereits vier im Stadtzentrum von Moskau gelandet – für viele eher ein Schock als ein freudiges Ereignis. Wobei nicht unbedingt die Landung selbst diesen Schock auslöste, sondern dass die Russische Regierung gleich nach der Landung Soldaten aufmarschieren ließ und Panzer in Stellung brachte. Die Menschenmassen, die sich spontan ansammelten wurden aufgelöst. Wie von einem Reporter einer lokalen Zeitung berichtet wird, gab es hier sogar Schießbefehl für die aufgestiegenen Abfangjäger. Doch alle Waffensysteme versagten. Ein Pilot wollte sich in Kamikazemanier auf das Raumschiff stürzen. Aber auch das schlug fehl. Im letzten Moment konnte der Pilot noch mit dem Schleudersitz aussteigen und so sicher auf der Erde landen. Das Flugzeug stürzte in die Moskwa und explodierte. Es kam anscheinend niemand zu Schaden. (Plötzlich Tumult hinter dem Korrespondenten.)

Nachrichtensprecherin:

Was tut sich da hinter Ihnen?

Moskau-Korrespondent:

(Dreht sich um)
Es scheint als würden die Soldaten die Waffen niederlegen! Ja! Sie werfen die Waffen weg und die Panzerbesatzungen steigen aus! Einige Offiziere schreien herum und fuchteln mit Pistolen. Anscheinend versuchen sie sogar zu schießen! Wie man jetzt deutlich sehen konnte funktionieren die Waffen nicht! Die Soldaten laufen zu den Menschen und schließen sich jenen an, die sich trotz Militärpräsenz nicht vertreiben ließen! Es ist ein fast bizarres Schauspiel. Wahnsinn!

Nachrichtensprecher:

Soweit unser Bericht aus Moskau. Gehen wir bei unseren Rundblick weiter nach China. Am Platz des himmlischen Friedens ist eines der größten Schiffe gelandet. Unsere Korrespondentin ist vor Ort und berichtet nun live.

Peking-Korrespondentin:

Was Sie hier hinter mir sehen ist nur ein Ausschnitt, ein Bruchteil des riesigen Flugobjektes, dass hier am Platz des himmlischen Friedens gelandet ist. Normalerweise sind um diese Zeit massenweise Menschen unterwegs. Manche haben mir berichtet, dass sie heute schon Stunden vor der Landung nicht auf den Platz gehen konnten. Es war als würde etwas die Menschen davon abhalten hier her zu kommen. Alle gingen und fuhren außen herum oder kehrten wieder um. Viele blieben einfach stehen. Ein Passant erzählte mir, dass er nicht wüsste warum er stehengeblieben ist. Erst als das Schiff kam, da war im klar, dass dies der Grund dafür ist.
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(Fiktive) Nachrichtensendung zur Massenlandung außerirdischer Raumschiffe – Teil 2

(Fiktive) Nachrichtensendung zur Massenlandung außerirdischer Raumschiffe – Teil 2

Nachrichtensprecherin:

Meine Damen und Herren, ich begrüße Sie zu dieser äußerst ungewöhnlichen ZiB-Spezial. Was sich letzte Nacht und heute Morgen auf der ganzen Welt zugetragen hat, ist wohl einmalig in der Geschichte der Menschheit. Hunderte, manche sprechen sogar von tausenden, außerirdische Flugobjekte sind in vielen Städten und Orten rund um den Globus gelandet. Wir berichten live von den wichtigsten Schauplätzen und beginnen den Rundruf zu unseren Korrespondenten hier in Österreich. Unser Reporter ist direkt am Stephansplatz in der Mitte von Wien. Was können Sie uns von dort berichten?

Reporter am Stephansplatz:

Was sich hier abspielt ist einfach unglaublich! Würde ich es nicht mit meinen eigenen Augen sehen, ich würde es nicht glauben! Heute kurz nach 7 Uhr in der Früh ist hier ein außerirdisches Raumschiff gelandet. Hier mitten in Wien! Tausende, vielleicht zigtausende Menschen haben sich hier um dieses Fluggerät versammelt. Das erstaunliche dabei ist, dass die Menschen scheinbar keine Spur von Angst zeigen. Im Gegenteil. Sie feiern! Viele tanzen! Mein Kameramann und ich werden nun versuchen etwas näher an dieses Flugobjekt heranzukommen. Es ist schwierig durch die Menschenmassen durchzukommen. ‚Leute! Lasst uns bitte mal durch! Wir sind vom Fernsehen und live auf Sendung – macht mal kurz den Weg frei! Danke!‘

(Pause)

So! Geschafft! Was Sie hier hinter mir jetzt sehen ist dieses Raumschiff, UFO, oder wie immer man es bezeichnen mag. Bislang ist noch niemand daraus ausgestiegen. Es scheint aber so, als würden die Menschenmassen hier genau auf diesen Augenblick warten. Bis es wieder etwas Neues zu berichten gibt gebe ich zurück zur Zentrale.

Nachrichtensprecher:

Vielen Dank für diesen ersten Livebericht. Schalten wir aber nun in die USA zu unserem Korrespondenten, der sich direkt vor dem Weißen Haus befindet. Hallo? Können Sie mich hören?

USA-Korrespondent:

Ja – ich höre Sie sehr gut.

Nachrichtensprecher:

Wie wir hier im Hintergrund sehen können, sind viele Menschen versammelt und jubeln.

USA-Korrespondent:

Ja, so ist es. Seit Stunden spielen sich hier Szenen ab, die man kaum beschreiben kann. Die Menschen liegen sich in den Armen und weinen, oder sie führen wahre Freudentänze auf. Vor wenigen Minuten öffnete sich hier eine Tür, ein Tor, dieses großen Schiffes – wir sehen dies jetzt in einer Einspielung – und drei – wie soll ich sagen – Menschen, Wesen, Außerirdische, haben das Schiff verlassen und sind in Begleitung der Präsidentengarde in das Weiße Haus geleitet worden. Weil ich vorher nicht genau sagen konnte ob Menschen, Wesen oder Außerirdische. Nun, sie sind etwa einen Meter größer als der Durchschnittsmensch, haben aber vom Gesicht her absolut menschliche Züge. Gekleidet sind sie in langen kleiderähnlichen Gewändern, die fast bis zum Boden reichen.

Nachrichtensprecher:

Wie hat sich den diese Landung abgespielt? Wurden von Seite des Militärs irgendwelche Maßnahmen zur Abwehr ergriffen?
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(Fiktive) Nachrichtensendung zur Massenlandung außerirdischer Raumschiffe – Teil 1

(Fiktive) Nachrichtensendung zur Massenlandung außerirdischer Raumschiffe – Teil 1

Vorwort:

Die nachfolgende Nachrichtensendung ist so verfasst, als würde sie vom ORF (Österreichischen Rundfunk) ausgestrahlt. Die Sendung heißt „Zeit im Bild“ (kurz ZiB). Die Sendung wird in Doppelmoderation ausgestrahlt – deshalb gibt es eine Nachrichtensprecherin und einen Nachrichtensprecher. Namen habe ich absichtlich nicht verwendet um etwaigen Problemen vorzubeugen.

Die „ZiB-Spezial“ beginnt mit einer Rede des österreichischen Bundespräsidenten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Ich sitze hier und bin, wie vermutlich viele von Ihnen, fassungslos. Fassungslos ob der Ereignisse, die sich derzeit auf der ganzen Welt und auch hier bei uns in Österreich abspielen. Jahrzehntelang hat es immer wieder geheißen, dass UFOs gesichtet wurden, dass es außerirdisches Leben, außerirdische Intelligenzen gibt oder geben soll. Nur wenige waren bereit dies zu glauben, wenngleich die Zahl derer, die immer vehementer die Freigabe von einschlägigen Dokumenten forderten, ständig zunahm und zuletzt ein Ausmaß erreichte, das einige Staaten tatsächlich dazu bewog diese Akte freizugeben und die Existenz unserer Brüder und Schwestern aus dem Weltall zugaben. Was aber heute Nacht passiert ist, und nachwievor anhält, ist, dass es in der ganzen Welt, und wie gesagt auch in Österreich, zahlreiche Landungen gibt. Angesichts dieser Tatsache, ist es wohl schwierig wirklich Ruhe zu bewahren. Aber ich fordere Sie, meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, eindringlich dazu auf. Bitte bewahren Sie Ruhe. Die Ereignisse, so ungewöhnlich, und vielleicht auch befremdlich Sie Ihnen vorkommen mögen, sind kein Akt einer feindlichen Übernahme, sondern der Versuch mit uns Menschen Kontakt aufzunehmen, auf friedlicher Basis und in weiterer Folge mit uns zusammen zu arbeiten um die dringenden Probleme, vor der unsere Erde steht, gemeinsam zu lösen. Österreich ist es Land, das immer offen war für Menschen aus allen Teilen der Erde. Sei es als Vielvölkerstaat in der Monarchie, oder als Einwanderungsland in der Demokratie. Wir haben die Grenzen geöffnet im Jugoslawienkrieg um den Flüchtlingen einen sicheren Boden zu geben. Wir haben die Grenzen geöffnet zu Ungarn um die Bürger aus der damaligen DDR zu uns kommen zu lassen, und so mitgeholfen, dass Deutschland wieder vereint werden konnte. Ich erinnere auch an den Prager Frühling und den Aufstand in Budapest. Die Grenzen brauchen wir diesmal nicht zu öffnen aber unsere Herzen. Öffnen wir gemeinsam unsere Herzen um so zu verstehen, dass dies was hier geschieht zu unser aller Wohl ist. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, in diesem Sinne wünsche ich Ihnen und mir eine Zeit, die als das goldene Zeitalter in die Geschichtsbücher der Menschheit eingehen wird.
Vielen Dank.
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Der Engel, der fliegen lernen wollte

Der Engel, der fliegen lernen wollte

Traurig sah er aus, der kleine Engel. Ganz traurig schaute er den anderen Engeln zu, wie sie sich in die Lüfte erhoben und wie schwerelos umher schwebten. Sie segelten leicht wie die Vögel im Wind herum, und der kleine Engel schaute zu. Er sah wie sie lachten und wie viel Spaß sie beim Fliegen hatten.
„Ach!“, seufzte der kleine Engel, „Ach! Ich möchte auch so fliegen können und möchte auch so viel Spaß haben!“. „Lukas…“. Der kleine Engel erschrak als er mit seinem Namen angesprochen wurde. Wer holte ihn da aus seinen traurigen Träumen und Gedanken?
„Lukas…“, sagte die sanfte Stimme nochmals. Jetzt erkannte der kleine Engel wer ihn da anredete. Es war Erzengel Gabriel. „Was schaust du so traurig Lukas?“ fragte Gabriel.
„Ich möchte auch so fliegen können. Die anderen Engel haben soviel Spaß dabei und ich stehe hier und kann nur zuschauen. Bitte, bitte gib mir auch so ein Flügelpaar, damit ich auch fliegen kann.“ Erzengel Gabriel überlegte. Soll er dem kleinen Lukas auch solche Flügel geben? Hmmm. Er dachte lange nach. Dann sagte er. „Nun Lukas. Ich habe es mir jetzt gut überlegt ob ich dir Flügel geben soll und ich denke du bist alt genug dafür.“
Lukas jubelte „Hurraaaaaaaa!!! Ich bekomme Flügel! Ich bekomme Flügel!“
„Langsam Lukas.“, mahnte ihn Gabriel, „Fliegen ist ein besonderes Geschenk, so wie die Flügel. Darum achte gut auf sie und treib keinen Unfug. Versprichst du mir das?“
Lukas hatte Tränen in den Augen vor Freude und umarmte Gabriel. Er versprach sehr, sehr gut auf die Flügel aufzupassen und immer vorsichtig zu sein.
Gleich darauf wurde Lukas in helles Licht gehüllt, und als dieses wieder verschwand hatte Lukas seine Flügel bekommen. „Lukas,“, sagte Gabriel, „wenn du die Flügel nicht brauchst, dann kannst du sie ganz einfach runternehmen, und wieder anschnallen, wenn du fliegen willst. Und nun versuche es.“
Lukas begann mit den Flügeln zu schlagen. Ganz vorsichtig und langsam. Doch es tat sich nichts. Er blieb fest am Boden stehen.
„Du musst schneller mit den Flügeln schlagen Lukas,“ unterwies ihn Gabriel.
Lukas bemühte sich und schlug so schnell er konnte mit seinen neuen Flügeln – und siehe da!
Er erhob sich vom Boden und schwang sich hinauf in die Lüfte. Er juchzte und jubelte vor Freude! Er flog direkt zu den anderen Engeln, die ihn herzlich empfingen und begrüßten.
„Ich kann fliegen! Ich kann fliegen!“, rief Lukas ihnen bereits von weitem zu. „Wie fühlst du dich?“, fragte einer der Engel zu denen Lukas flog. „Es ist herrlich! Ich fühle mich so frei, so leicht, so glücklich!“, antwortete er aus ganzem Herzen.
„Wohin soll ich jetzt fliegen?“, rief Lukas nach einiger Zeit Gabriel zu, der sich ebenfalls in die Lüfte erhoben hat und ein Stück abseits von Lukas flog. „Wohin du willst. Es ist deine freie Entscheidung welchen Weg du nehmen willst. Höre auf dein Herz. Es wird dir den Weg zeigen. Folge diesem Weg in Liebe und Freude.“
Einige Zeit dachte Lukas nach wohin er den fliegen sollte. Er glitt ruhig durch die Lüfte und entfernte sich dabei immer mehr von der Gruppe der Engel, mit denen er geflogen war. Da sah er vor sich einen wunderschönen Planeten, der blau und grün schimmerte. Dieser Anblick ließ sein Herz hüpfen vor Freude. „Ja! Ja!“, rief Lukas laut, „Da will ich hin!“ So machte sich Lukas auf zur Erde und landete bald darauf weich und sanft. Er spürte, dass er hier richtig war, dass dies sein Platz war. Lukas schnallte seine Flügel ab und legte sie sanft an eine Stelle, die nur er kannte. Er wusste, dass, immer wenn er fliegen wollte er nur hier her zurückkehren braucht, die Flügel anschnallen, und schon kann er sich wieder in die Lüfte erheben.
Doch er tat es nie wieder. Er blieb auf der Erde, bei den Menschen. Er brachte ihnen Glück und Freude in vielfältiger Weise. Und er selbst, ja auch Lukas selbst war sehr, sehr glücklich.

Seit diesem Tag gibt es Engel hier auf Erden. Manche nennen sie Mama, manche Papa. Und für Mama und Papa sind ihre Kinder die Engel auf Erden, die gerade dabei sind fliegen zu lernen.